Das Aus für Südamerika
Schadenfreude bei den "Gauchos"

Für Argentinien war bei der WM gegen Gastgeber Deutschland Schluss. Großer Trost für die "Gauchos": Das fast gleichzeitige Aus der Rivalen Brasilien und England.

Nach dem Aus gegen Gastgeber Deutschland hat in Argentinien das Ausscheiden der Erzrivalen Brasilien und England am Samstag zumindest für etwas Trost gesorgt. Die Sportzeitung Ole bezeichnete den entthronten Weltmeister nach dem 0:1 gegen Frankreich als "gelbe Scheiße" und setzte über den WM-K.o. der Briten gegen die Portugiesen (0:0 n.V., 1:3 i.E.) den Titel: "Raus ihr Piraten".

Während die Gauchos mit ihrem Nachbarn traditionell im Fußball auf "Kriegsfuß stehen", rühren die Feindseligkeiten mit den Engländern aus dem verlorenen Kampf um die Falkland-Inseln Anfang der 80er-Jahre. Für Clarin ist nach der Argentinies WM-Aus gegen die deutsche Elf deshalb klar: "Unser Schmerz ist gelindert. Diese Niederlagen wirken wie Beruhungsmittel."

Auch La Nacion meinte ironisch: "Nur Frankreich zeigte das "jogo bonito"." Das Blatt aus der Hauptstadt Buenos Aires nutzte dabei den portugiesischen Ausdruck für "schönes Spiel", das sich eigentlich die Brasilianer auf die Fahnen geschrieben hatten.

© SID

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