„Das System ist ungerecht“
Domenech fordert Einführung von Zeitstrafen

Raymond Domenech hält das derzeitige System im Fußball von Gelben und Roten Karten für ungerecht. Frankreichs Nationaltrainer plädiert vielmehr für die Einführung von Zeitstrafen.

Wenn es nach Raymond Domenech geht, werden im Fußball demnächst Vergehen wie beim Eishockey sanktioniert. Frankreichs Nationaltrainer hat für zukünftige Weltmeisterschaften die Einführung von Zeitstrafen gefordert. "Das aktuelle System ist einfach ungerecht. In den K.o.-Spielen kann der Verlierer folgenlos Gelbe Karten kassieren, für den Sieger gilt das nicht. Dies könnte Spieler dazu anstiften, beim Gegner Verwarnungen zu provozieren", sagte der 54 Jahre alte Coach einen Tag nach dem 1:0 (0:0)-Sieg seiner Mannschaft im Viertelfinale in Frankfurt/Main gegen Titelverteidiger Brasilien.

Die aktuelle Regelung besagt, dass ein Akteur nach zwei Verwarnungen automatisch für eine Partie gesperrt wird. Domenech plädierte für Zeitstrafen von zehn Minuten Länge: "Es ist besser, wenn der Schiedsrichter Verfehlungen sofort ahndet." Für die Vorschlussrunden-Partie der Franzosen am Mittwoch (21.00 Uhr) in München gegen Vize-Europameister Portugal sind gleich sechs Spieler der "Equipe Tricolore", darunter auch Superstar Zinedine Zidane und Rekord-Nationalspieler Lilian Thuram, mit einer Gelben Karte vorbelastet.

© SID

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