Fußball
Daum will nicht nach Deutschland zurückkehren

Christoph Daum schließt eine Rückkehr nach Deutschland in den nächsten Jahren aus. Sowohl privat als auch beruflich sieht der Trainer des türkischen Meisters Fenerbahce Istanbul keine Perspektiven in seinem Heimatland.

Der Trainer des türkischen Meisters Fenerbahce Istanbul, Christoph Daum, hat eine baldige Rückkehr nach Deutschland ausgeschlossen. "Heimat ist für mich da, wo meine Familie ist. Wir überlegen zurzeit, wo wir uns in drei oder vier Jahren niederlassen werden. Es gibt zwei Optionen: Zürich oder Barcelona", sagte der 51-Jährige dem Kölner Express. "In Deutschland ist alles so eng. Und du wirst stets mit Dingen konfrontiert, die dir selber so fern sind. Das wollen wir nicht mehr. Wir glauben, dass wir in Zürich oder Barcelona mehr Ruhe haben werden",begründete der ehemalige Coach des 1. FC Köln, des VfB Stuttgart und von Bayer Leverkusen.

Daum, der 2000 auf Grund seines positiven Kokain-Befundes alle Chancen auf den Posten als Cheftrainer beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) verspielt hatte, ist fest davon überzeugt, dass Bundestrainer Jürgen Klinsmann nach der WM 2006 in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) nicht mehr weitermachen wird. "Er wird aufhören. Dann ist seine Mission nämlich beendet", erklärte der Fußball-Lehrer, der Fenerbahce zweimal zum türkischen Titel geführt hat.

Keine Hoffnung auf Bundestrainerposten

Nachdem DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder unlängst erklärt hatte, er könne sich durchaus vorstellen, dass Daum bei der künftigen Besetzung des Bundestrainerpostens eine Rolle spielen könnte, sieht Daum die Angelegenheit realistischer: "Aber es gibt ja noch die DFL (Deutsche Fußball Liga, d.Red.). Glauben Sie ernsthaft, dass man mich gegen den Widerstand einiger mächtiger Herren durchdrückt?" Auf Nachfrage, wer sich wohl gegen ihn aussprechen könnte, antwortete der Coach: "Mit Sicherheit meine Freunde aus München."

Eine kleine Hintertür ließ sich Daum aber offen: "Bin ich Entscheidungsträger? Nein! Wenn man mich ernsthaft haben will, dann soll man mit mir reden. Ich werde jedenfalls nicht den ersten Schritt machen. Klar ist aber auch: Den Posten des Bundestrainers anzunehmen, will ich nicht ausschließen."

© SID

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