Debakel in der Champions League
Messi erledigt die Bayern

Ausgerechnet Lionel Messi: Der argentinische Superstar machte im ersten Halbfinale der Champions League den Unterschied zwischen Bayern und Barcelona aus. Nun gehen die Chancen der Münchner aufs Finale gegen Null.
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BarcelonaEin genialer Lionel Messi hat Pep Guardiola und den FC Bayern mitten ins Herz getroffen. Nach dem 0:3 (0:0) der Münchner bei der emotionalen Rückkehr des spanischen Startrainers zum FC Barcelona ist das Finale in Berlin für den deutschen Rekordmeister in weite Ferne gerückt.

Im hochintensiven Duell zweier europäischer Fußball-Giganten wurde Guardiola am Mittwochabend durch zwei Weltklasse-Aktionen (77./80.) seines langjährigen Lieblings geschockt. Dazu traf Neymar kurz vor dem Schlusspfiff.

Selbst Manuel Neuer, der die Münchner bis dato mit weltmeisterlichen Paraden auf Kurs gehalten hatte, vermochte bei den unwiderstehlichen Aktionen des Argentiniers die Angriffsmaschine Barcelonas nicht stoppen. Für sein sechstes Champions-League-Finale braucht der FC Bayern am Dienstag im Rückspiel in München ein kleines Fußball-Wunder.

Erst einmal in der Geschichte der Königsklasse gelang es einer Mannschaft, nach einem Drei-Tore-Rückstand noch die nächste Runde zu erreichen. Das war in der Saison 2003/04. Da verlor Deportivo La Coruna zunächst das Viertelfinal-Hinspiel beim damaligen Titelverteidiger AC Mailand 1:4. Sie zogen dann aber durch ein 4:0 auf heimischem Platz doch noch in die Runde der letzten Vier ein.

Borussia Dortmund hatte in der vergangenen Saison eine ähnliche "Mission Impossible" gegen Barcas großes Rivalen Real Madrid beinahe noch erfüllt. Nach dem 0:3 im Viertelfinal-Hinspiel im Estadio Santiago Bernabeu reichte es im Rückspiel für die Elf von Trainer Jürgen Klopp nach zwei Toren von Marco Reus aber nur noch zu einem 2:0.

„Der FC Barcelona war alles in meinem Leben, aber ich bin hier, um zu gewinnen“, hatte Guardiola vor dem Spiel in seiner alten Heimat gesagt. Und so wählte Guardiola, der als letzter der Hauptakteure ins voll besetzte Camp Nou kam, in einem von der ersten Minute an temporeichen Spiel auch keineswegs eine ängstliche Taktik.

Die Bayern, bei denen Robert Lewandowski mit einer Spezialmaske auflief, agierten vor 95.000 Zuschauern zunächst mit einer Dreiekette. Sie rückten unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw weit auf und versuchten, den spanischen Tabellenführer früh zu stören.

Ein riskanter Plan, der dem südamerikanischen 108-Tore-Traumsturm Messi, Neymar und Luis Suárez dann auch zu viele Räume eröffnete. So war es Weltmeister-Torhüter Neuer zu verdanken, dass die Bayern nicht schon nach zwölf Minuten in Rückstand gerieten, als Suárez alleine auf Neuer zulief.

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