Fußball
Deisler verlangt mehr Spielpraxis bei Bayern

Sebastian Deisler hat Bayern Münchens Trainer Felix Magath aufgefordert, ihm mehr Spielpraxis zu geben. "Sicherheit kann man sich nur holen, wenn man 90 Minuten spielt", erklärte der Nationalspieler.

In der Nationalmannschaft ist Sebastian Deisler eine feste Größe, bei Rekordmeister Bayern München muss der Mittelfeldspieler allerdings häufiger auf der Ersatzbank Platz nehmen. Jetzt hat der 25-Jährige seinen Vereins-Trainer Felix Magath aufgefordert, ihn häufiger von Beginn an einzusetzen. "Wenn die Saison fortschreitet, kann ich mit Kurzeinsätzen nicht mehr zufrieden sein. Sicherheit kann man sich nur holen, wenn man 90 Minuten spielt", sagte Deisler der Sport-Bild.

"Ich möchte mich bei Bayern durchsetzen"

Einen Vereinswechsel schließt der ehemalige Profi von Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC Berlin jedoch selbst für den Fall aus, dass Magath Deisler weiterhin Bayern-Neuzugang Ali Karimi vorzieht: "Ich möchte mich bei Bayern durchsetzen." Zugleich gibt Deisler aber zu, dass er sich beim Kampf um die Stammplätze bisweilen selbst im Wege steht. "Die Balance zu finden zwischen Geduld und nötigem Ehrgeiz ist nicht ganz einfach. Es ist eine Gratwanderung", sagt er.

Bei den bisher vier Pflichtspielen der Bayern in der laufenden Saison wurde Deisler einmal aus- und zweimal eingewechselt. Nur im DFB-Pokal gegen den MSV Neuruppin spielte er 90 Minuten durch. Auf seine Krankheit - Deisler fiel aufgrund einer Depression 2004 zweimal für längere Zeit aus - habe seine aktuelle sportliche Situation jedoch keinen negativen Einfluss, betont Deisler. "Mir geht es wirklich sehr gut. Meinem Sohn geht es sehr gut. Der Familie allgemein geht es sehr gut", sagt er.

"Junge Spieler nicht verheizen"

Sorgen mache er sich aber um einen Nationalmannschaftskollegen: "Es ist unverantwortlich, junge Spieler wie Lukas Podolski so hochzujubeln, auszulutschen und beim nächstmöglichen Anlass fallenzulassen", meint Deisler. Podolskis Verein, der 1. FC Köln, müsse aufpassen, dass er seinen Star nicht verheize: "Er ist mit 20 Kapitän. Das ist viel zu früh. Da kann man sich schon Sorgen machen und teilweise sogar sauer sein. Ich spreche aus Erfahrung", sagt Deisler.

© SID

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