Del Piero baut Frust ab
Die WM-Splitter am 13. Juni

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die WM-Splitter vom Dienstag zusammengestellt. Dabei reagierte Alessandro Del Piero auf seine ganz eigene Art und Weise auf den 2:0-Erfolg der Italiener gegen Ghana.

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die WM-Splitter vom Montag zusammengestellt.

Frustabbau: In Alessandro Del Piero hatte sich nach der späten Einwechslung beim WM-Auftakt der Italiener gegen Ghana (2:0) viel Frust angestaut. Beim Trainingsspiel der Squadra-Azzurra-Reservisten gegen die A-Jugend des MSV Duisburg sprang der Stürmerstar seinen Gegenspielern am Dienstag mit gestreckten Beinen mehrmals so brutal von hinten in die Knochen, dass Angelo Peruzzi eingreifen musste. "No, Alessandro, no", flehte der Torwart-Routinier, hatte damit aber nur wenig Erfolg. Fünf Minuten später folgte bereits Del Pieros nächste Attacke.

England-Phobie: Leo Beenhakker hat eine England-Phobie. Der Niederländer, derzeit Nationaltrainer von Trinidad und Tobago, würde nie Teammanager im Fußball-Mutterland werden. "Nicht in einer Million Jahren. Ich liebe diesen Job. 90 Prozent in meinem Leben dreht sich um Fußball, der Rest ist privat. Deshalb kann ich die Absage von Luiz Felipe Scolari auch gut verstehen", sagte Beenhakker. Scolari hatte ein entsprechendes Angebot vom englischen Verband abgelehnt, weil er seine Privatsphäre in Gefahr sah.

Infarkt: Ein chinesischer Fan hat sein Leben mit Fußball total aufs Spiel gesetzt. Der 42-Jährige erlitt einen Herzinfarkt, weil er drei Tage in Folge WM-Spiele gesehen und nicht geschlafen hatte. Zusätzlich habe ihm nach Auskunft der Mediziner massiver Alkoholkonsum zugesetzt. Den Infarkt habe er beim Spiel zwischen Angola und Portugal erlitten, sei aber mittlerweile außer Lebensgefahr.

Tierisch: Ein kleines Hündchen hat es in Japan während der WM zu einiger Berühmtheit gebracht. Dackel Rommel trägt im Rheinischen Landesmuseum in Bonn eine WM-Akkreditierung. Während der WM ist dort das Pressezentrum der japanischen Delegation untergebracht. Der schwarze Dackel mit dem ungewöhnlichen Hundenamen Erwin Rommel soll der japanischen Nationalmannschaft Glück bringen.

Pollenalarm: Der extreme Pollenflug im WM-Stadion Dortmund hat die Entsorgung Dortmund Gmbh (EDG) auf den Plan gerufen. Vor dem Spiel Deutschland gegen Polen am Mittwoch will das Unternehmen die Arena mit Hilfe von Waschwagen und Kehrmaschinen einer Grundreinigung unterziehen. Beim ersten WM-Spiel in Dortmund zwischen Schweden und Trinidad und Tobago hatten Pappelpollen aus der nahe gelegenen Strobelallee im Stadion für "Schneefall" bei 30 Grad Celsius gesorgt.

Besuch: Portugals Nationalmannschaft hat im Quartier in Marienfeld bei Gütersloh Besuch erhalten. Für zwei Tage weilte Jorge Fernando Branco de Sampaio, der bis vor wenige Wochen noch Staatspräsident in Portugal war, bei Figo und Co. in Ostwestfalen und nahm sogar am Mittagessen der Mannschaft teil.

Flitzer: Statt nackt über die Spielfelder der WM zu rennen, sitzt der bekannte englische "Flitzer" Craig Bowler im Gefängnis. Der 28-Jährige, der nach zahlreichen nationalen und internationalen Auftritten vor großen Spielen seinen Ausweis bei der Polizei abgeben muss, kam dieser Aufforderung nicht nach und wurde verhaftet. Am kommenden Dienstag steigt zunächst die Gerichtsverhandlung, am Abend spielt England in Köln gegen Schweden.

Einfallsreich: Sehr einfallsreich zeigten sich am Dienstag die Fans der Schweiz. In einem wahren Gesangsduell am Stuttgarter Hauptbahnhof hielten sie einen geköpften Hahn in die Luft und sangen in Anspielung auf das Wappentier des französischen Verbandes das Kinderlied "Le coc est mort" (Der Hahn ist tot). Die französische Anfeuerungshymne "Allez les bleus" dichteten sie um in "Ade les bleus".

© SID

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