„Der feine Unterschied“
Phlipp Lahms umstrittenes Buch wird Kassenschlager

Mit Verspätung präsentiert Philipp Lahm seinen „Zustandsbericht“. Bislang wurden 170.000 Exemplare verkauft. „Besser könnte es nicht laufen“, sagt der Nationalspieler, der für sein Buch Kritik von Funktionären erntete.
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MünchenPhilipp Lahm hatte sich viel Zeit gelassen, sein Buch persönlich vorzustellen. Erst drei Monate nach Erscheinen plauderte der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft persönlich vor Publikum über sein Werk „Der feine Unterschied“. Das hat sich schnell zum Kassenschlager entwickelt. Schon 170.000 Exemplare sind verkauft - und auch die 450 Besucher am Dienstagabend im Münchner Volkstheater trugen ihr Scherflein bei: Sie mussten 14 Euro Eintritt zahlen, um Lahm offen, locker und lustig plaudern zu hören.

Gemeinsam mit dem Kabarettisten Willy Astor diskutierte Lahm auf der weitläufigen Bühne zumindest einige Stellen des 269 Seiten umfassenden Werkes, das bei seinem Erscheinen für viel Furore im deutschen Fußball gesorgt hatte.

Die Kritik, die der Verteidiger seitens des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Ex-Nationaltrainer Rudi Völler erfuhr, ist längst verstummt. „Die Kritik war nicht schön für mich“, gab Lahm zu. Besagte Stellen, die im Vorabdruck für mächtig Wirbel gesorgt hatten, übergingen Astor und Lahm daher auch geschickt.

Brav in schwarz gekleidet redete Lahm über Stationen seiner Karriere, sein Leben als Prominenter, Verletzungen und sein erstes Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Wer trifft sich schon mal mit der Kanzlerin zum Backhendl?“, sagte er und sorgte für einen der vielen Lacher unter den rund 450 Zuschauern.

Die dreimonatige Verspätung - der erste Vorstellungstermin war wegen Lahms fußballerischen Verpflichtungen kurzfristig abgesagt worden - hatte die Brisanz aus der Diskussion genommen. Und Philipp Lahm war auch sichtlich froh, dass die aktuellen Krisengespräche über Bayern München schnell abgehakt waren.

„Ich zweifle keinen Augenblick. Es ist immer noch alles offen. Wir müssen zurück in die Spur finden und haben alle Möglichkeiten, deutscher Meister zu werden“, sagte der 28-Jährige. Drei Sätze, Rekordzeit - und dann durfte der Nationalspieler ungestört einen ganzen Abend lang über sich reden.

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Diskussion in Rekordzeit

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