Der Weltmeister besiegt den Europameister
Brasilien erteilt Griechen Lehrstunde

Brasilien hat einen souveränen Einstand in den Confederations Cup gefeiert. Der Weltmeister bezwang gestern Abend im ausverkauften Leipziger Zentralstadion Europameister Griechenland nach Toren von Adriano, Robinho und Juninho mit 3:0.

LEIPZIG. Die enthusiastischen griechischen Fans hatten die Begegnung im neuen Leipziger Zentralstadion zwar mit Hunderten von Fahnen und einem gewaltigen Hellas-Chor zu einem Heimspiel für ihre Mannschaft verwandelt. Doch die Elf des deutschen Trainers Otto Rehhagel hatte in der rauschenden Begegnung gegen die technisch überlegenen Brasilianer kaum eine Chance.

Das Spiel Weltmeister gegen Europameister versprach schon vor dem Anpfiff, eine hochklassige Partie zu werden. Denn beide Trainer hatten das Beste aufgeboten, was ihr Kader hergab. Und es ging auch gleich temporeich los - dank der Griechen, denen überraschend die Anfangsminuten gehörten. Anstatt sofort hinten dicht zu machen und auf Konter zu lauern, griffen sie die Brasilianer früh an und machten Druck nach vorne, während die "Selecao" zurückhaltend begann. Das Rezept der Griechen: Lange Bälle auf den Ex-Bremer Charisteas oder seinen Sturmpartner Vryzas. Sehr zur Freude der vielen Hellas-Anhänger kamen die meisten Pässe sogar an. Allein, die Stürmer machten nichts daraus.

Nach einer knappen Viertelstunde nahmen die Brasilianer das Heft mehr und mehr in die Hand und die Griechen das Tempo etwas heraus. Die "Selecão" spielte nun brasilianisch im Angriff und robust in der Abwehr. Ein hohes Tempo hatte die Partie allerdings nicht mehr, denn die Mannschaft von Parreira verließ sich in der Offensive zumeist auf ihre technische Überlegenheit: Hacke, Übersteiger, Dribblings und brillante Pässe. Das brachte der Elf zwar viel Szenenapplaus des staunenden Publikums aber zunächst nichts Zählbares ein. Richtig gefährlich für die Griechen wurde es meistens dann, wenn die Brasilianer ihnen im Mittelfeld den Ball abknöpften und schnell nach vorne spielten.

Und so erinnerte die Partie immer mehr an die Spiele bei der Europameisterschaft 2004: Die Griechen verteidigten hinten mit Mann und Maus und versuchten gefährliche Konter zu setzen, während die Brasilianer es nicht schafften, den Ball im Tor unterzubringen. Doch in der 41. Minute war der Spuk vorbei, der Weltmeister rückte mit einer wunderschönen Einzelleistung die Verhältnisse zurecht: Kaka bediente Adriano, der auf der rechten Außenbahn zwar zunächst an Kirgiakos hängen blieb, dem Griechen den Ball aber sofort wieder abluchste und aus 25 Minuten den Ball fulminant ins rechte Eck schoss. Torwart Nikopolidis war machtlos.

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