Deutlicher Sieg der „La Seleccion“
Eindrucksvoller Sieg der Spanier

Was passiert, wenn einer der Geheimfavoriten - Spanien - gegen den anderen Geheimfavoriten - die Ukraine spielt? Richtig, das Spiel sollte Unentschieden ausgehen. Aber im sonnenüberfluteten Leipziger Zentralstadion kam am Ende alles ganz anders.

HB LEIPZIG. Die spanische Nationalmannschaft hat heute in Leipzig ihren größten Konkurrenten um den Sieg in der Gruppe H eindrucksvoll bezwungen. Die Mannschaft von Trainer Luis Aragones siegte gegen die Ukraine nach einer sehr guten Leistung hoch verdient mit 4:0 (2:0). Die Tore schossen Xabi Alonso von Liverpool (13.) und David Villa vom FC Valencia (17. und 47., Elfmeter) und Fernando Torres (82.).

Nach nicht einmal 20 Minuten war damit die bevorzugte Taktik des ukrainischen Trainers Oleg Blochin hinfällig. Die Osteuropäer gelten als hervorragend eingespielt und eine der besten Kontermannschaften der Welt. Doch nach den beiden frühen Gegentoren mussten sie selber das Spiel machen. Und das wollte ihnen einfach nicht so recht gelingen.

Die Ukrainer versuchten es zunächst viel zu oft mit langen Bällen auf ihren Weltklassestürmer Andrej Schevtschenko vom AC Milan, der in der kommenden Saison zum FC Chelsea wechselt. Aber die Pässe waren meist zu ungenau gespielt, als dass Schevtschenko oder sein Leverkusener Sturmpartner Andrej Voronin etwas damit anfangen konnten. Zudem fing die sehr gut organisierte und postierte spanische Hintermannschaft viele Bälle ab. Mehrere Male liefen die beiden ukrainischen Stürmer auch ins Abseits. Einmal allerdings pfiff der ansonsten sehr gute Schiedsrichter Massimo Busacca aus der Schweiz zu unrecht ab: Schewtschenko war nach einem langen Ball durch und lief alleine auf Torwart Iker Casillas (Real Madrid) zu (11.) - eigentlich kein Abseits!

Versuchten die Ukrainer es einmal nicht mit langen Bällen, dauerte der Spielaufbau meist zu lange, so dass sie im dicht gestaffelten Mittelfeld und Abwehrblock der Spanier hängen blieben. Nicht einmal eine Hand voll Angriffe leiteten die Ukrainer über die Außenbahnen ein. Zu sehr verließen sie sich auf die Dribblings und Schnelligkeit ihres Besten, Andrej Schevtschenko. So erspielten sich die Osteuropäer in der ersten Hälfte nicht eine einzige richtige Torgelegenheit.

Doch in diesem Spiel hatte auch die alte Fußballweisheit "Du spielst nur so gut, wie der Gegner es zulässt" mal wieder recht. Die Spanier dominierten in der ersten Hälfte die Partie. Technisch hochklassig - sie selber halten nur die Brasilianer für versierter am Ball - mit einer hohen Laufbereitschaft und einer erstklassig organisierten Abwehr hatten sie die Ukrainer zu jeder Zeit der ersten Hälfte im Griff. Zwar ließen die Ukrainer, die nicht so defensiv begonnen hatten, wie man befürchten musste, den Spaniern auch zuviel Raum in der eigenen Hälfte - doch die Spanier verstanden es auch auf engstem Raum einfach hervorragend mit ihrer hervorragenden Technik, die Ukrainer auszuspielen.

Seite 1:

Eindrucksvoller Sieg der Spanier

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%