Deutlicher Sieg gegen Saudi-Arabien
Ukraine schießt sich zurück ins Turnier

Mit ihrem ersten Sieg in der WM-Geschichte hat die Ukraine einen großen Schritt Richtung Achtelfinale gemacht. Gegen den überforderten Außenseiter Saudi- Arabien setzte sich der WM-Debütant am Montag in Hamburg durch Tore von Rusol, Rebrow, Schewtschenko und Kalinitschenko mit 4:0 (2:0) durch und rehabilitierte sich vom Ergebnis her für seine Auftaktblamage gegen Spanien.

HB HAMBURG. Um sicher in die nächste Runde zu kommen, müssen die Ukrainer am Freitag in Berlin am letzten Spieltag der Gruppe H Tunesien schlagen. Für die Saudis, die in ihrem ersten Spiel gegen die Tunesier ein 2:2 erreicht hatten, stehen die Chancen gleich null: Sie müssten am Freitag ausgerechnet gegen Favorit Spanien ihren ersten WM-Sieg seit 12 Jahren schaffen und zugleich auf Schützenhilfe hoffen, um im Turnier zu bleiben.

Nach dem 0:4 gegen Spanien fünf Tage zuvor blieb die Ukraine auch gegen die Saudis lange hinter den Erwartungen zurück. Trotz seines ersten WM-Tores präsentierte sich Schewtschenko vor 50 000 Zuschauern in der ausverkauften Hamburger WM-Arena - darunter die ukrainischen Box-Brüder Wladimir und Vitali Klitschko - weit entfernt von seiner Normalform. Auch sein Sturmpartner Andrej Woronin aus Leverkusen ließ sein Können nur selten aufblitzen und wurde in der 79. Minute ausgewechselt.

Da die Saudis ähnlich schwach waren wie beim 0:8-Debakel gegen Deutschland vor vier Jahren in Sapporo, wurde die Ukraine nur selten gefordert. Nur mit Glück und dank der Abschlussschwäche ihres Gegners entgingen die Araber einem ähnlichen Desaster wie bei der WM 2002. Die wegen der Rot-Sperre von Wladislaw Waschtschuk sowie den Verletzungen von Dmitri Tschigrinski und Wladimir Jeserski komplett umgebaute Abwehr der Ukrainer kam nur selten in Bedrängnis, wirkte in den wenigen gefährlichen Situation bisweilen aber unsicher.

Die Kräfteverhältnisse in der Partie wurden schnell deutlich: Schon nach vier Minuten nutzten die Osteuropäer einen Fehler in der Hintermannschaft Saudi-Arabiens. Nach einem Eckall schoss Ukraines Abwehrchef Rusol den Ball mit dem Knie durch die Beine des schwachen Torhüters Mabrouk Zaid. Mit seinem Traumtor aus 30 Metern nach 36 Minuten sorgte Mittelfeldspieler Rebrow schon früh für die Entscheidung.

Nach dem Wechsel durfte auch Schewtschenko endlich über sein erstes WM-Tor jubeln. Sekunden nach dem Wiederanpfiff war Michael Ballacks künftiger Teamkollege beim FC Chelsea mit dem Kopf zur Stelle. Trotz des deutlichen Übergewichts gelang es den Ukrainern in der Folgezeit zu selten, gefährlich vor das Tor der Saudis zu kommen. Einzig der beste Ukrainern Kalinitschenko sorgte noch für Unterhaltung: Erst traf er in der 64. Minute nur die Latte, 20 Minuten später markierte er den Endstand.

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