Deutsche Nationalmannschaft
Einzelkritik: Friedrich & Friedrich eine sichere Bank

Vor dem Spiel gegen Irland waren vor allem die Sorgen um die Abwehr groß, denn die komplette Innenverteidigung der WM fehlte. Doch die, die in die Bresche springen mussten, machten ihre Sache gut. Dagegen kamen einige Leistungsträger des Turniers nicht so recht zum Zug. Die Spieler in der Einzelkritik.

Lehmann: Wenig gefordert, spielte aufmerksam mit (22.). Bei Freistoß von Reid stand er richtig (50.). Bei Flanken zögerlicher als gewohnt.

Lahm: Brauchte auf der „falschen“ Seite erst Anlaufzeit, biss sich dann ins Spiel. Meldete Duff immer mehr ab und stürmte mutiger.

Arne Friedrich: In der Innenverteidigung stärker als bei der WM auf Rechts. Gut am Mann, nur beim Distanzieren einige Wackler.

Manuel Friedrich: Dass er erstmals in der Startelf stand, merkte man nie: Hinten sicher, dazu gute Spieleröffnung. So mehr als Ersatz.

Jansen: Fiel in der Abwehrkette ab, ihm fehlten Selbstbewusstsein und gedankliche Frische. Kam einige Male in Bedrängnis. Später stabiler.

Schneider: Erneut einer der Stärksten, von ihm ging die größte Gefahr aus. Tolle Pässe - sogar mit der Hacke (51.). Kaum Fehler.

Frings: Nicht in WM-Form. Verlor überraschend viele Zweikämpfe, spielte dazu schlechte Pässe. Das Kämpfen aber gab er nicht auf.

Ballack: Interpretierte seine Rolle offensiver als bei der WM, doch der Lenker war er nicht. Erstaunlich wenig Ballkontakte. Zu wenig Tempo, zu viele Fehler.

Schweinsteiger: Licht und Schatten. Seine Unkonzentriertheiten hätten fatale Wirkung haben können. Aber auch starke Sachen nach vorn.

Klose: Der WM-Torschützenkönig war ein ständiger Gefahrenherd. Imponierend seine Lufthoheit. Was fehlte, war ein Tor. Pech bei Latten-Kopfball (70.).

Podolski: Zunächst unglücklich in den Laufwegen und bei zwei guten Chancen. Dann mit Glück beim Freistoß zu seinem 16. Auswahl-Tor.

Neuville: Der WM-Joker durfte dieses Mal nach 76 Minuten aufs Feld. Zu einer Chance oder gar einem Treffer reichte es aber nicht mehr.

Borowski: Sieben Minuten vor dem Ende zu seinem 28. Länderspiel eingewechselt. Der Bremer sicherte mit den Sieg.

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