Deutsche Quali-Gegner: Türken wollen nachlegen, Belgien unter Druck

Deutsche Quali-Gegner
Türken wollen nachlegen, Belgien unter Druck

Die Ausgangslage könnte unterschiedlicher kaum sein: Die türkischen Fußballer wollen im Fernduell mit Deutschland nachlegen, für Gegner Belgien steht in Istanbul bereits viel auf dem Spiel.

dpa BERLIN. Nach dem erfolgreichen Auftakt in die Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 würde ein türkischer Sieg das ohnehin große Selbstvertrauen vor der Partie am 8. Oktober gegen Deutschland noch einmal stärken. Für die Belgier heißt es, das 0:1 gegen die DFB-Elf abzuhaken, aber an die starke Leistung anzuknüpfen. In Salzburg startet Österreich gegen Kasachstan in die EM-Qualifikation.

Beim Spitzenspiel der Gruppe A stehen sich in Istanbul die vermeintlich stärksten Kontrahenten des deutschen Teams gegenüber. Bei den von Bundestrainer Joachim Löw als "sehr, sehr stark" eingeschätzten Türken, dürfte Trainer Guus Hiddink derselben Startformation um Hamit Altintop von Bayern München vertrauen, die zum Auftakt in Kasachstan überzeugte. Verbandspräsident Mahmut Özgener sieht den EM-Halbfinalisten von 2008 schon fast sicher für das Turnier in Polen und der Ukraine qualifiziert. "Nicht wir sorgen uns, die Deutschen müssen sich sorgen", meinte er zum erwarteten Duell mit dem Löw-Team um die direkte Qualifikation.

Die Belgier wollen nach der Heim-Niederlage gegen Deutschland eine weitere Pleite unbedingt verhindern. "Wir müssen mindestens einen Punkt holen", sagte Bayern-Profi Daniel van Buyten. Belgiens Kapitän Thomas Vermaelen sieht trotz des guten Auftritts gegen die DFB-Elf Verbesserungsbedarf: "Ich denke, wir brauchen noch etwas mehr Kreativität. Wenn wir dominanter auftreten, kommen wir auch zu mehr Chancen." Mit einer Pleite in der Türkei würde die langersehnte Qualifikation für ein Fußball-Großereignis bereits früh in weite Ferne rücken. Zuletzt gelang Belgien die Qualifikation für die WM 2002.

Ihrer Favoritenrolle gerecht werden wollen die Österreicher bei ihrem ersten Vergleich mit Kasachstan. "Wenn wir den Anspruch haben, uns für das nächste Großereignis zu qualifizieren, müssen wir so ein Spiel gewinnen", sagte Verteidiger Emanuel Pogatetz von Hannover 96 und ergänzte: "Die Türkei hat vorgelegt, jetzt sind wir gefordert". ÖFB-Teamchef Didi Constantini warnte aber davor die Last der Favoritenbürde zu unterschätzen. "Das wird schwieriger als gegen Deutschland. Da hast du weniger Druck."

Klarheit schuf der Coach auf der Torwartposition, um die der Ex- Lauterer Jürgen Macho, Christian Gratzei und Michael Gspurning buhlten. "Macho ist die Nummer eins, Gratzei die Nummer zwei", erklärte Constantini in Salzburg. In Ümit Korkmaz (Fieber) von Eintracht Frankfurt und dem Mainzer Christian Fuchs (Rückenprobleme) fallen wahrscheinlich zwei von acht Bundesliga-Legionären aus.

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