Fußball
Deutsche U21 vor Polen gewarnt

Die deutsche U21-Auswahl will heute im Qualifikations-Spiel in Polen der EM-Endrunde 2006 einen großen Schritt näherkommen. Trainer Dieter Eilts muss lediglich auf Linksverteidiger Malik Fathi verzichten.

Noch hat sich die deutsche U21-Nationalmannschaft nicht endgültig für die Europameisterschaft 2006 qualifiziert, ein Sieg in Polen würde das DFB-Team da gehörig weiterbringen. Am heutigen Dienstag (20.15 Uhr/live im DSF) trifft das Team von Trainer Dieter Eilts in Gdynia auf die östlichen Nachbarn.

"Wir wollen unbedingt gewinnen. Für beide Mannschaften ist es ein immens wichtiges Spiel. Die Polen stehen unter einem ungeheuren Druck, denn sie müssen unbedingt drei Punkte holen. Eine Niederlage würde deren Aussichten auf ein Weiterkommen in der EM-Qualifikation auf ein Minimum reduzieren", erklärte Eilts die Ausgangslage in der Qualifikationsgruppe 6.

Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die seit dem Amtsantritt von Eilts im August des vergangenen Jahres in sieben Partien noch ungeschlagen ist, könnte mit einem Sieg zum Tabellenführer England aufschließen und gleichzeitig die momentan zwei Punkte hinter Deutschland liegenden Polen vorentscheidend distanzieren. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe kämpfen in Play-off-Spielen um das EM-Ticket.

Kampf- und spielstarker Gegner

Soviel zur Theorie, doch Eilts warnt vor den Stärken des Gegners. "Die Gastgeber verfügen über eine sehr kampf- und spielstarke Mannschaft. In der Offensive liegen eindeutig ihre Stärken. Vom Leistungsvermögen des polnischen Teams haben wir uns bereits beim 1:1 im Hinspiel in Cottbus ein Bild machen können", meinte der Europameister von 1996.

Eilts muss in Polen auf Malik Fathi von Hertha BSC Berlin verzichten. Der Abwehrspieler laboriert an einer Gehirnerschütterung und wird durch Markus Brzenska von Borussia Dortmund ersetzt. Dagegen kann der frühere Bremer im Sturm auf Mike Hanke zurückgreifen. Auf den Stürmer vom VfL Wolfsburg, dessen WM-Chancen auf Grund seiner Sperre für die ersten beiden Partien gesunken sind, baut der Coach: "Er ist gesetzt."

Klassiker gegen England

Doch obwohl sich Eilts derzeit nur mit der anstehenden Aufgabe beschäftigen will, denkt er auch bereits über die beiden darauffolgenden Heimspiele gegen Aserbaidschan (2. September in Trier) und England (6. September in Mainz) nach. "Aserbaidschan ist auf keinen Fall zu unterschätzen, zuletzt gab es zwei Unentschieden gegen England und Polen. Länderspiele gegen England sind zudem immer etwas Besonderes. Jeder Spieler weiß, um was es geht, und wird mit hundertprozentigem Einsatz an die Sache gehen", erklärte der 40-Jährige.

Die Qualifikation endet am 11. Oktober, dann will Eilts mit seinem Team auch die Play-offs erfolgreich bestreiten: "Die Endrunde ist unser großes Ziel, aber daran denke ich im Moment noch nicht. Erst einmal müssen wir den Weg dorthin meistern. Ein Sieg in Polen wäre ein Riesenschritt. Mit dem Potenzial, über das die Mannschaft verfügt, ist Platz eins oder zwei in unserer Vorrunden-Gruppe realistisch."

© SID

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