Deutscher Coach Otto Pfister schmeißt hin
Togo steht drei Tage vor WM-Start ohne Trainer da

Chaos bei WM-Teilnehmer Togo: Der Kölner Otto Pfister ist als Trainer zurückgetreten. "Ja, es stimmt, ich habe fristlos gekündigt. Für mich war ein professionelles Arbeiten nicht mehr möglich", kritisierte der Coach, dessen Spieler zuletzt zeitweise das Training bestreikt hatten.

Chaos bei WM-Teilnehmer Togo: Der Kölner Otto Pfister ist als Trainer zurückgetreten. "Ja, es stimmt, ich habe fristlos gekündigt. Für mich war ein professionelles Arbeiten nicht mehr möglich", bestätigte Pfister am Samstag: "Für mich ist gerade ein Lebenstraum geplatzt, aber damit muss ich professionell umgehen." Nach dem Eklat soll zunächst der bisherige Assistent Kodjovi Mawuena die Mannschaft am Dienstag (15.00 Uhr) gegen den WM-Vierten Südkorea betreuen. Ein Boykott der Spieler ist offenbar nicht zu befürchten.

Als Grund für seinen Rücktritt nannte der 58-Jährige den nicht geklärten Prämienstreit: "Ich habe sechs Wochen lang versucht, auf den Verband einzuwirken, aber es hat sich nichts getan."

Spieler dreimal gestreikt

Nach Angabe des Weltenbummlers, der im Februar die Nachfolge des entlassenen Stephen Keshi angetreten hatte, hätten die Spieler am 4., 5. und 9. Juni dreimal im Training gestreikt. Damit sei für ihn "die Grundlage entzogen" gewesen.



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Verständnis für die Entscheidung von Pfister zeigte sogar WM-Organisationschef Franz Beckenbauer. "Otto Pfister ist ein gradliniger Mensch. Wenn er das Gefühl hatte, dass er die Schnauze voll hatte, kann ich seine Entscheidung nachvollziehen", sagte Beckenbauer: "So ist das halt bei solchen Ländern, die zum ersten Mal bei einer WM dabei sind. Die sind es nicht gewohnt, vier bis fünf Wochen zusammen zu sein."

Zum Eklat war es nach einem Gespräch zwischen Pfister und der Spitze des Verbandes in der Nacht zum Samstag gekommen. "Gegen zwei Uhr ist Otto Pfister gegangen und hat uns gesagt, dass Schluss sei", erklärte der Präsident des togolesischen Fußball-Verbandes FTF, Rock Gnassingbe. Dabei waren sogar extra Togos Premierminister Edem Kodjo und Sportminister Agouta Ouyenga ins WM-Quartier nach Wangen im Allgäu gereist, um im Prämienstreit zu schlichten.

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