Fußball
Deutschland feiert klaren 5:1-Sieg gegen Russland

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat einen hervorragenden Start in die WM-Qualifikation gefeiert. Gegen Russland sicherte sich das Team von DFB-Trainerin Silvia Neid einen hoch verdienten 5:1 (3:0)-Erfolg.

Für Silvia Neid kannte die Freude nach ihrem gelungenen Heimdebüt und dem erfolgreichen Start in die WM-Qualifikation keine Grenzen: Glücklich und erleichtert genoss die neue Trainerin von Deutschlands Weltmeisterinnen nach dem 5:1 (3:0) gegen Russland in Siegen den Jubel. 98 Tage nach dem Gewinn des sechsten EM-Titels hatten die Frankfurterin Renate Lingor (6., Foulelfmeter), Inka Grings aus Duisburg (7.), Sandra Minnert (43./Bad Neuenahr), Birgit Prinz (87.) und Sandra Smisek (90./beide Frankfurt) bei einem Gegentreffer von Galina Momarowa (60.) dem Favoriten einen Qualifikations-Auftakt nach Maß beschert und den in der Gruppe vier zuvor bereits dreimal erfolgreichen Gästen die erste Niederlage beigebracht.

Vor 7 382 Zuschauern im Siegener Leimbachstadion war die gegenüber dem EM-Finale Mitte Juni (3:1 gegen Norwegen) auf vier Positionen veränderte Elf des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) von Beginn an tonangebend. Zwar hatte das Team von Neid, die nach der EM-Endrunde in England Tina Theune-Meyer als Bundestrainerin abgelöst hatte, bei einem Lattenschuss von Elena Morozowa (4.) einige bange Sekunden zu überstehen. Doch praktisch im Gegenzug eröffnete Spielmacherin Lingor mit ihrem 25. Länderspieltreffer den Torreigen: Die 29-Jährige verwandelte einen Strafstoß, nachdem Oxana Schmatschkowa die Frankfurterin Kerstin Garefrekes gefoult hatte. Nur eine Minute später war EM-Torschützenkönig Grings zur Stelle und schloss eine Woche nach ihrem Hattrick in der Bundesliga zur beruhigenden 2:0-Führung ab.

Minnert staubt zum 3:0 ab

In der Folge nahm der Europameister, der die verletzten Leistungsträgerinnen Steffi Jones (Knieblessur/Frankfurt) und Conny Pohlers (Sprunggelenkverletzung/Potsdam) ersetzen musste, etwas das Tempo aus dem Spiel, ohne die Kontrolle über die technisch versierten Russinen zu verlieren. Nachdem die Gastgeberinnen einige Chancen nicht verwerten konnten, erhöhte Abwehrspielerin Minnert per Abstauber nach einer Ecke von Birgit Prinz. Die Weltfußballerin war vor der Partie als Deutschlands "Fußballerin des Jahres 2005" ausgezeichnet worden.

Auch nach dem Wechsel befolgte der Olympia-Dritte zunächst Neids Vorgabe, viel über die Flügel zu kommen und das Tempo zu forcieren. Allerdings kamen die Russinnen eine Viertelstunde nach der Pause durch eine Unsicherheit in der deutschen Abwehr zum 1:3. Danach taten sich Neids Spielerinnen sehr schwer, auch die sonst so treffsichere Prinz scheiterte zunächst mit einem beherzten Schuss an Russlands Torhüterin Elwira Todua (67.). Drei Minuten vor Schluss war die Spielführerin bei einem weiteren Versuch erfolgreicher, ehe Smisek zum Endstand traf.

Siegesserie unter Neid setzt sich fort

Der Erfolg bedeutete die Fortsetzung der Siegesserie unter Neid, nachdem die DFB-Auswahl Anfang September beim Debüt der neuen Trainerin zwei Spiele in Kanada gewonnen hatte (4:3 und 3:1). Der Weltranglisten-13. aus Russland hatte zuvor in den Gruppenspielen Schottland (6:0), die Schweiz (2:0) und Irland (5:1) besiegt. Nur der Gruppensieger löst das Ticket zur WM 2007 in China.

Nach dem geglückten Start stehen in diesem Jahr für das deutsche Team noch zwei weitere WM-Qualifikationspartien an. Am 20. Oktober trifft Deutschland in Bayreuth auf die Schottinnen, am 12. November ist in Ulm die Schweiz der Gegner.

Neid setzt bei ihren Planungen auch auf die zweite Garnitur. "Viele Positionen sind bei uns doppelt besetzt. Wir verfügen über viele Akteurinnen, die auf hohem Niveau spielen", betonte die 41-Jährige und erklärte: "Ausschlaggebend für die Nominierung ist häufig die aktuelle Form."

© SID

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