Deutschland gegen Niederlande
Polizei erhöht Sicherheit für Fußballer

Das Länderspiel in Hannover rückt Sicherheitsfragen in den Vordergrund. Die Behörden treffen Vorkehrungen, um das Terrorrisiko zu senken. Auch das Sicherheitskonzept für die EM 2016 wird vom DFB überprüft.
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HannoverVor dem Teamquartier der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Barsinghausen bei Hannover herrschten am Montagvormittag leicht verstärkte Sicherheitsvorkehrungen. Die Zufahrt zur Sportschule war rund 150 Meter vor dem Gebäude mit rot-weißen Plastikbarrieren abgesperrt. Polizisten kontrollierten Autofahrer, die auf den Parkplatz fahren wollten.

Der schwarze Mannschaftsbus mit der Weltmeister-Aufschrift parkte vor dem Quartier. Teammanager Oliver Bierhoff war bereits am Morgen eingetroffen. Die Spieler wurden bis zum frühen Nachmittag zur Vorbereitung auf das Länderspiel gegen die Niederlande am Dienstag in Hannover von Joachim Löw erwartet.

Die Polizei in Hannover analysiert vor dem Fußball-Länderspiel derzeit die Sicherheitslage in der niedersächsischen Landeshauptstadt. „Vor dem Hintergrund der Pariser Geschehnisse wird die Lage bewertet, und wir bereiten uns auf das Spiel morgen Abend vor“, sagte am Montagvormittag der Sprecher der Polizeidirektion Hannover, Thorsten Schiewe.

Wie viele Beamte im Einsatz sein werden und welche Sicherheitsvorkehrungen konkret geplant sind, dazu gab es bisher keine Angaben von der Polizei. Mit einem Besuch beim Fußball-Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande in Hannover will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Zeichen gegen den islamistischen Terror setzen.

Zusammen mit der Kanzlerin werden mehrere Minister bei dem Freundschaftsspiel am Dienstagabend auf der Ehrentribüne sitzen. Dabei sind nach Angaben von Vize-Regierungssprecherin Christiane Wirtz auch Vizekanzler Sigmar Gabriel und Justizminister Heiko Maas (beide SPD) sowie Innenminister Thomas de Maizière (CDU).

„Natürlich müssen wir uns auch beim DFB Gedanken über erweiterte Sicherheitsmaßnahmen bei der EM machen”, sagte DFB-Interimspräsident Rainer Koch der „Bild”-Zeitung. Die deutschen Weltmeister hatten wegen der Terroranschläge am 13. November die Nacht nach dem Länderspiel in Frankreich in den Katakomben des Stade de France verbringen müssen. „Für die Franzosen wird die Sicherheit bei der EM eine sehr große Herausforderung”, befand Koch.

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