„Deutschland ist nicht viel besser als die Elfenbeinküste.“
Maradona greift nach Pekermans Erbe

Die "Hand Gottes" will demnächst die Geschicke der argentinischen Nationalmannschaft lenken. Diego Armando Maradona hat seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, das Erbe des zurückgetretenen Jose Pekerman anzutreten.

Es kommt, wie es kommen musste. Die "Hand Gottes" greift nach dem Trainerstuhl der argentinischen Nationalmannschaft. Diego Armando Maradona ist prinzipiell dazu bereit, die Nachfolge von Jose Pekerman anzutreten. "Ich werde mich weder drücken, noch meine Kandidatur forcieren. Und ich werde auch nicht in das Hotel von (Verbandspräsident Julio, d.Red.) Grondona gehen und sagen: ´Hier bin ich´", sagte der Weltmeister von 1986 dem argentinischen Radio- und Fernsehsender Tycsports.

Pekerman war unmittelbar nach dem Aus im WM-Viertelfinale gegen Deutschland am Freitag von seinem Posten zurückgetreten und hatte die Endgültigkeit dieses Schrittes auf einer Pressekonferenz nach seiner Rückkehr in Buenos Aires noch einmal unterstrichen. Maradona hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass die Position an der Spitze der "Seleccion" sein Traumjob ist.

Fans favorisieren Carlos Bianchi

"Vielleicht werde ich auch nie Trainer der Nationalmannschaft sein. Ich gebe mich da keinen Illusionen hin", ergänzte Maradona nun: "Ich will einfach nur das Beste für Argentinien und werde den Entwicklungen gelassen entgegenblicken." Als Favorit der Fans gilt weiterhin Carlos Bianchi, der bis zum Frühjahr bei Atletico Madrid arbeitete.

Maradona indes scheint das Aus der "Albiceleste" noch immer nicht verarbeitet zu haben. "Wir hätten Deutschland schlagen müssen, wie wir es mit der Elfenbeinküste sowie Serbien und Montenegro gemacht haben. Deutschland ist nicht viel besser als die Elfenbeinküste." Seine Erben wurden nach ihrem Scheitern am Sonntag von etwa 5 000 Fans auf dem Flughafen von Ezeiza, 30km südlich der Hauptstadt, empfangen.

© SID

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