Fußball
Deutschland steht im Viertelfinale der U20-WM

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich ins WM-Viertelfinale der U20-Männer gekämpft. Die Elf von Trainer Michael Skibbe besiegte die bis dahin ungeschlagene Auswahl Chinas durch ein Last-Minute-Tor mit 3:2.

Die deutsche U20-Nationalmannschaft hat nach einem Kraftakt erstmals seit 18 Jahren wieder das Viertelfinale einer Weltmeisterschaft erreicht. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) besiegte nach ihrer besten Turnierleistung in Tilburg China mit dem deutschen Trainer Eckhard Krautzun 3:2 (2:2). Innenverteidiger Marvin Matip, der in der kommenden Saison bei Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln spielt, sicherte den Sieg durch einen Kopfball-Treffer in der 89. Minute.

Gegner in der Runde der besten Acht ist am Freitag ebenfalls in Tilburg Titelverteidiger Brasilien, das im Achtelfinale Syrien mit 1:0 (1:0) bezwang. Deutsche U20-Junioren hatten zuvor erst zweimal das WM-Viertelfinale erreicht: 1981 holten sie den Titel, 1987 scheiterten sie im Endspiel im Elfmeterschießen an Jugoslawien.

Die Chinesen waren durch Spielmacher Chen Tao zweimal in Führung gegangen (4., 20. Foulelfmeter). Deutschland gelang durch den Stuttgarter Christian Gentner (5.) und Nicky Adler von 1 860 München (30.) aber jeweils der Ausgleich.

DFB-Trainer Michael Skibbe hatte sein Team gegenüber dem 0:1 im letzten Gruppenspiel gegen Argentinien wieder auf vier Position geändert. Die gegen die Südamerikaner wegen Verletzungen beziehungsweise Gelber Karten geschonten Gentner, Marcel Schuon, Nicky Adler und Michael Delura kehrten zurück in die Startelf. Zudem nahm Marcell Jansen diesmal von Beginn an die offensive Position auf der linke Seite ein, Christopher Reinhard rückte nach hinten.

Die Partie begann jedoch mit einem Schock für die DFB-Auswahl. Bereits in der 4. Minute verwandelte Chen einen Freistoß aus 18 Metern unhaltbar für Rene Adler zur Führung der Asiaten. Nicht einmal 60 Sekunden später nutzte Deutschlands Spielmacher Gentner einen Schnitzer von Chinas Keeper Yang Cheng zum Ausgleich. Die technisch erstaunlich starken Asiaten waren nach diesem Doppelschlag zwar das bestimmende Team, die deutschen Junioren hielten aber dagegen und spielten wesentlich zielstrebiger nach vorne als in den drei Gruppenpartien. Nach einer Viertelstunde hatte Jansen das 2:1 auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend an Yang.

In der 20. Minute wurde Schuon dann endgültig zum Pechvogel: Der Stuttgarter, der schon das Foul vor dem 0:1 begangen hatte, verursachte an Gao Lin durch ein ungeschicktes Tackling einen Strafstoß. Adler war bei Chens Schuss mit den Fingern am Ball, der dennoch den Weg ins Tor fand. Die DFB-Auswahl schlug aber durch Nicky Adler abermals zurück und bekam das Spiel immer besser in Griff.

Dies setzte sich auch nach dem Wechsel fort, allerdings brachte sich die Skibbe-Elf durch zahlreiche Abseitspositionen um einige gute Tormöglichkeiten. Insgesamt machten die Deutschen nun aber wieder den Fehler, sich zu weit zurückzuziehen und den Chinesen fast kampflos das Mittelfeld zu überlassen. Jansen schoss zudem abermals freistehend Yang an (64.). Kurz vor Schluss war dann aber Matip nach einer Flanke von Michael Delura zur Stelle.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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