DFB droht mit Sanktionen
Hochrisiko-Derby auf Bewährung

3000 Polizisten, 30.000 Euro Strafe und die Drohung, die „Gelbe Wand“ auszuschließen: Das Revierderby zwischen dem BVB und Schalke steht unter scharfer Beobachtung des DFB. Die Sicherheitsvorkehrungen sind extrem erhöht.
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DortmundDer Pott brodelt: Am Abend heißt es wieder Schwarz-Gelb gegen Königsblau. Die Vorzeichen vor dem Duell der Revier-Nachbarn waren selten so brisant wie diesmal, denn die beiden Erzrivalen „trennen einen Punkt und 30 Kilometer, mehr nicht“, wie BVB-Coach Jürgen Klopp treffend zusammenfasste. Für die Vereine geht es im Signal Iduna Park aber nicht nur um Prestige und wichtige Punkte im Kampf um Platz 2. Das 144. Aufeinandertreffen der beiden Ruhrpott-Klubs ist ein Derby auf Bewährung.

Ein Blick zurück: Im Hinspiel am 26. Oktober 2013 revanchiert sich Borussia Dortmund für die beiden Derby-Pleiten aus der Vorsaison und gewinnt auf Schalke mit 3:1. Der sportliche Erfolg wird allerdings von den Krawallen auf den Rängen überschattet.

BVB-Anhänger hatten Böller und Bengalische Feuer gezündet und auf das Spielfeld und in angrenzende Schalker Zuschauerblöcke geworfen. Die Partie war wegen der Unruhen von Schiedsrichter Knut Kircher mit sechsminütiger Verspätung angepfiffen worden. In der 74. Minute zündeten Fans einen weiterer Knallkörper im BVB-Zuschauerbereich.

Auch beim Heimspiel gegen Bayern München und auswärts beim Hamburger SV waren Fans von Borussia Dortmund negativ aufgefallen. Gegen München flogen Feuerzeuge, Bierbecher und kleine Spraydosen aus dem Zuschauerbereich der Heimfans in den BVB-Strafraum. Die Schweigeminute für den verstorbenen Ex-HSV-Masseur Hermann Rieger vor dem Spiel gegen den HSV störte ein BVB-Anhänger mit einem lautstarken Nazi-Ruf.

Die Vorkommnisse blieben nicht ohne Konsequenz: Vor dem Derby-Rückspiel gegen Schalke erteilte das DFB-Sportgericht dem BVB die Auflage, zusätzlich 30.000 Euro für Projekte und Maßnahmen zur Gewaltprävention aufzuwenden. Sollte es innerhalb der nächsten sieben Monate erneut zu Krawallen wie im Hinspiel kommen, muss der Verein außerdem die Südtribüne für ein Bundesliga-Heimspiel dicht machen.

Der BVB ohne „Gelbe Wand“ im Rücken: Eine Maßnahme, die – im Gegensatz zu Geldstrafen für den Verein – die Krawallmacher direkt trifft. Nur eben auch die anderen rund 25.000 Fans, die am Spieltag ebenfalls auf der Südtribüne stehen und denen so eine zusätzliche Verantwortung für Dritte aufgebürdet wird.

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Brisante Bewährungsprobe

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