DFB-Elf gegen Frankreich
Im emotionalen Tief vor der Kraftprobe

Im EM-Finalstadion messen sich Weltmeister und EM-Gastgeber Frankreich. „Testen, sehen, probieren“, lautet das Motto für Bundestrainer Löw. Ein Spiel am Ende einer Woche voller Fußballskandale - in beiden Ländern.

ParisJoachim Löw spürt „eine besondere Brisanz”. Sieben Monate vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich bestreiten die deutschen Weltmeister am Abend einen reizvollen Test gegen den EM-Gastgeber. Die 90 Minuten im Stade de France sind Teil eins des Jahresabschlusses für Kapitän Bastian Schweinsteiger und Co (hier gibt es das Spiel ab 21 Uhr im Liveticker).

Am Dienstag kommt es in Hannover dann noch zum Duell mit dem nicht für die EM qualifizierten Erzrivalen Niederlande. „Wir freuen uns auf die zwei Spiele. Frankreich und Holland sind zwei große Namen im Weltfußball”, erklärte Löw in Paris.

Ausgangslage

Das Kräftemessen mit den Franzosen genießt den höheren Stellenwert im deutschen Lager. Löw zählt den EM-Gastgeber zu den „absoluten Favoriten” auf den Titelgewinn 2016. 210 Tage vor dem Eröffnungsmatch bei der Heim-EM wissen die Spieler der „Équipe tricolore“ nur zu gut, dass ein prestigeträchtiger Sieg gegen die DFB-Elf zur rechten Zeit käme nach dem Skandal um ein Sexvideo mit Mathieu Valbuena und Ermittlungen gegen den beschuldigten Karim Benzema wegen Erpressung.

Nach dem pikanten Vorspiel mit der Erpressungsaffäre um Mittelstürmer Benzema hat Deschamps sein Team seit Montag im nationalen Fußball-Zentrum in Clairefontaine in Ruhe auf die anstehenden Aufgaben vorbereitet. Benzema und Valbuena sind nicht mit dabei.

Auf die immer wiederkehrenden Fragen zu den beiden und der Bedeutung ihres Fehlens für die Mannschaft reagierte Deschamps leicht genervt: „Ich beantworte diese Frage nicht. Fragen Sie mich zu den 23 Spielern, die dabei sind.“

Das Team von Trainer Didier Deschamps sei noch stärker und reifer als beim 1:0-Sieg der deutschen Mannschaft im WM-Viertelfinale 2014 in Rio, urteilte Löw. „Frankreich hat technisch wahnsinnig gute Spieler und eine unglaubliche körperliche Kraft”, betonte der Bundestrainer.

Personal

Löw wird zwar auch experimentieren, dürfte aber eine funktionierende Achse mit etablierten Weltmeistern auf den Platz schicken. Manuel Neuer wird im Tor stehen. Sami Khedira feiert im Mittelfeld nach einigen Verletzungen ein Comeback an der Seite von Kapitän Bastian Schweinsteiger. „Er nähert sich der Form, die er mal hatte”, sagte Löw über Khedira.

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