Fußball
DFB-Frauen schlagen Schottland in WM-Quali 4:0

Mit einem 4:0-Erfolg gegen Schottland hat die deutsche Frauen-Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation den zweiten Sieg im zweiten Spiel gefeiert. Die Tore erzielten Birgit Prinz (2), Inka Grings und Kerstin Stegemann.

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat die Weltmeisterschaft weiter fest im Visier. Im zweiten Qualifikationsspiel gelang dem Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegen Außenseiter Schottland mit einem 4:0 (1:0) der zweite Sieg.

Knapp vier Wochen nach dem gelungenen Auftakt in der WM-Qualifikation der Gruppe vier gegen Russland (5:1) zeigte der Weltmeister in seinem zweiten Pflichtspiel unter Trainerin Silvia Neid eine durchwachsene Leistung, steigerte sich aber immerhin nach der Pause.

Prinz traf doppelt ins Tor

Weltfußballerin Birgit Prinz (Frankfurt) mit zwei Treffern (60./79.) sowie Inka Grings (24./Duisburg) und Kerstin Stegemann (57./Rheine) besiegelten vor 15 504 Zuschauern im Hans-Walter-Wild-Stadion den dritten Sieg im dritten Vergleich mit den Schottinnen. "Ich war sehr zufrieden mit der zweiten Halbzeit. Allerdings sind uns in der ersten Hälfte viele Stockfehler unterlaufen. Wir haben zu lange den Ball gehalten, so kam kein Spielfluss auf", kritisierte Neid.

Allerdings bleibt die DFB-Auswahl in der Tabelle der Gruppe vier mit sechs Punkten weiterhin Zweiter. Primus Russland hat bereits vier Partien absolviert und neun Zähler auf dem Konto. Nur der Gruppenerste qualifiziert sich für die WM 2007 in China. "Von uns erwartet man natürlich, dass wir Gruppensieger werden", erklärte Prinz, die grippegeschwächt in die Partie gegangen war.

Schottinnen agierten defensiv

Von Anfang an dominierten die Gastgeberinnen die einseitige und auf mäßigem Niveau stehende Partie. Vor allen Dingen über die linke Seite leiteten die emsige Potsdamerin Anja Mittag und Grings gefährliche Angriffe ein. Allerdings konnte sich die Neid-Elf gegen die extrem defensiven und biederen Schottinnen zunächst nur wenig glasklare Chancen erarbeiten.

Groß war deshalb die Erleichterung, als Stürmerin Grings nach einem Lattentreffer von Sandra Minnert (Bad Neuenahr) zur hochverdienten Führung abstaubte. In der Folge hatten Spielmacherin Renate Lingor (35./Frankfurt) sowie Grings (40.) und Prinz mit einem Schuss ans Lattenkreuz (45.) Pech. "Wir haben uns sehr schwer getan und die Chancen nicht genutzt, die wir uns erarbeitet hatten", zog die wegen einer Knieverletzung pausierende Abwehrchefin Steffi Jones (Frankfurt) bereits zur Halbzeit das treffende Fazit.

Stegemann sorgte für die Erlösung

Nach dem Wechsel forcierte der Olympia-Dritte seinen Druck. Mit ihrem vierten Treffer im 136. Länderspiel sorgte Stegemann für die Erlösung. Die Außenverteidigerin war es dann drei Minuten später auch, die den ersten Kopfballtreffer durch Prinz mit einer Maßflanke vorbereitete. Den Schlusspunkt setzte erneut Prinz mit ihrem 90. Tor im 142. Länderspiel. Die Britinnen, die bei nur einem Punkt aus drei Qualispielen weiter torlos sind, kamen nicht ein einziges Mal gefährlich vor das deutsche Gehäuse.

Bevor es in die Winterpause geht, steht für die DFB-Frauen am 12. November das letzte WM-Qualifikationsspiel in diesem Jahr in Ulm gegen die Schweiz an (17.00 Uhr). Die Rückspiele finden erst im nächsten Jahr statt.

Eine Reifeprüfung der besonderen Art hatte vor dem Anpfiff Celia Okoyino da Mbabi absolviert. Die 17-jährige aus Bad Neuenahr hatte nur wenige Stunden vor dem Spiel im Mannschaftshotel eine Mathematikklausur zum Thema Kurvendiskussion geschrieben und wurde in der 54. Minute eingewechselt.

© SID

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