DFB-Kapitän gewinnt Auszeichnung
"Man of the match" Ballack lobt Abräumer Frings

Obwohl Michael Ballack nach dem Halbfinal-Einzug gegen Argentinien zum "Man of the Match" gekürt wurde, sah der Kapitän der DFB-Auswahl seinen Mannschaftskollegen Thorsten Frings als den großen Gewinner der Partie.

Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack hat nach dem Viertelfinal-Sieg gegen Argentinien (1:1 n.V., 4:2 i.E.) seinem Teamkollegen Thorsten Frings eine herausragende Leistung bescheinigt. "Das war eine überragende Partie von Torsten. Er hat unglaublich viel vor der Abwehr abgeräumt und zusätzlich noch Riquelme nahezu ausgeschaltet. Er hat niemandem Luft gelassen", würdigte Ballack seinen Nebenmann entsprechend. Aus diesem Grund war es Ballack fast ein bisschen peinlich dass er den Bierkrug für den "Man of the Match" in Empfang nehmen durfte.

Es war in der Tat beeindruckend, wie der 29-Jährige von Werder Bremen seinen Part im defensiven Mittelfeld ausfüllte und viele brenzlige Situationen schon im Ansatz erstickte. Frings war scheinbar überall und hatte dadurch maßgeblichen Anteil, dass die DFB-Auswahl im Spiel blieb, ein 1:1 nach Verlängerung erkämpfte und sich letztendlich mit 4:2 im Elfmeterschießen durchsetzen konnte.

"War mir sicher, das ich den Elfmeter verwandelt hätte"

Frings, der schon im Februar vergangenen Jahres beim 2:2 gegen die Argentinier überragend gespielt hatte, war dabei eigentlich als letzter der fünf Schützen vorgesehen. Durch die beiden Heldentaten von Jens Lehmann kam er allerdings nicht mehr zum Zug. "Dass ich nicht mehr gefordert wurde, hat mich natürlich erleichtert", meinte er und fügte an: "Aber ich war mir sicher, dass ich den Elfmeter verwandelt hätte."

Aus solchen Worten ist das Selbstbewusstsein zu erkennen, das der Bremer derzeit besitzt. Doch Frings ist weit davon entfernt, überheblich zu werden oder gar seine eigene Vorstellung in den Vordergrund zu stellen. Der Führungsspieler verteilt lieber Komplimente an die gesamte Mannschaft.

"Wir standen als Truppe kompakt"

"So eine Weltklasse-Mannschaft wie Argentinien kann man nur mit einer ausgezeichneten Mannschaftsleistung bezwingen. Deswegen hat jeder Spieler seinen Beitrag dazu geleistet. Wir standen als Truppe kompakt und haben wenig zugelassen", sagte er.

Am Dienstag im Halbfinale gegen Italien kommt die nächste Herausforderung auf Frings zu. Als "Staubsauger" vor der deutschen Abwehr wird er es entweder mit Francesco Totti oder Alessandro Del Piero zu tun haben. Die Italiener seien ein "schwerer Brocken", vor dem man durchaus Respekt haben müsse, aber Angst? "Nein, Angst auf keinen Fall."

Die 1:4-Pleite im März in Florenz gegen die Squadra Azzurra interessiert den Bremer auch nicht mehr. Es mache keinen Sinn, zurückzuschauen, betont Frings: "Wir wurden nach einer katastrophalen Leistung zu Recht kritisiert. Aber inzwischen sind wir gefestigt, stabil und so fit, dass uns das 100-prozentig nicht mehr passieren wird."

© SID

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