DFB-Nominierung
Demirbay entscheidet sich gegen die Türkei

Kerem Demirbay hat die meisten Jugendmannschaften des türkischen Fußballverbands durchlaufen. Seine A-Länderspielkarriere startet er allerdings nun für den DFB. Der türkische Verband möchte das „respektieren“.
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FrankfurtHoffenheims Mittelfeldspieler Kerem Demirbay hat sich nach seiner Nominierung für den Confederations Cup in Russland klar zum DFB-Team bekannt. „Für mich ist klar, dass ich der Einladung folge und für mich ein Traum in Erfüllung geht“, sagte der 23-Jährige in einer Mitteilung des Bundesligisten vom Mittwoch. „Ich habe mich entschieden, für Deutschland zu spielen, da ich hier geboren wurde und aufgewachsen bin und mich auch mit der Deutschen Nationalmannschaft identifiziere.“

Demirbay hatte einst für Junioren-Teams der Türkei gespielt. Nach Medienberichten bemühte sich der in Herten geborene Fußballprofi Demirbay kürzlich sogar um einen türkischen Pass. Er habe sich aber kurzfristig für die DFB-Auswahl entschieden. Der türkische Verband TFF schrieb am Nachmittag auf seiner Webseite, dass er die Last-Minute-Entscheidung Demirbays „respektiert“ und dem Spieler viel Erfolg für seine Karriere wünsche.

Zu einem vom TFF veröffentlichen Schreiben von Demirbay an den Fußball-Weltverband FIFA vom Montag, in dem er sich noch zu seinem Wunsch, für die Türkei zu spielen, bekannte, sagte sein Berater Tobias Sander der Deutschen Presse-Agentur: „Dieses Schreiben diente ausschließlich zum Zwecke der Prüfung, ob es überhaupt eine rechtliche Möglichkeit gibt, für die Türkei zu spielen, da eine doppelte Staatsbürgerschaft nicht möglich ist.“ Diese Prüfung habe der türkische Verband übernehmen wollen.

Bei der U21-EM 2015 in Tschechien stand Demirbay schon im deutschen Aufgebot, war aber nicht zum Einsatz gekommen. Aber erst mit einem Pflichtspieleinsatz im Sommer für das A-Team beim Confed Cup in Russland hätte sich Demirbay für Deutschland festgespielt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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