DFB-Pokal
28 große Träume

dpa DÜSSELDORF. Stadion an der Kirmeswiese in Neuwied, Stadion Sonnenblume in Velbert, Mindelstadion in Thannhausen - die große Show auf kleiner Bühne sorgt in der Fußball-Provinz für Rampenlicht.

Ähnlich wie die deutsche Nationalmannschaft beim 13:0-Kantersieg gegen San Marino streben die „Großen“ in der 1. Runde des DFB-Pokals einen standesgemäßen Sieg an. Doch der vermeintlich leichte Spaziergang gegen unterklassige Teams birgt Risiken. Ein unerwarteter Knockout schadet dem Image, verärgert Sponsoren, kostet Geld und könnte unliebsame sportliche Folgen haben.

Deshalb haben sich die Favoriten mit gebotener Professionalität auf das erste Pokal-Wochenende der Saison eingestimmt. „Die Vorbereitung verläuft wie bei einem Bundesligaspiel“, sagte Bert van Marwijk, der den Fünftligisten TSG Thannhausen immerhin drei Mal beobachten ließ. Nicht nur der Trainer von Borussia Dortmund weiß: In keinem Wettbewerb ist der Weg in das internationale Geschäft kürzer. Die mögliche Uefa-Cup-Qualifikation über den DFB-Pokal ist ein Grund dafür, warum im Profi-Lager mittlerweile niemand mehr von einer unliebsamen Zusatzbelastung mit geringem Unterhaltungswert spricht.

Insgesamt 28 Amateurvereine dürfen auf einen Coup hoffen. Das große Los hat der FC St. Pauli gezogen: Vor dem Duell gegen Titelverteidiger Bayern München erinnert rund um das Millerntor viel an die Euphorie der vorigen Saison, als der Nord-Regionalligist mit Siegen über Hertha und Bremen für Schlagzeilen sorgte. Das ungleiche, aber ungebrochen reizvolle Duell mit dem einstigen Bundesligisten wollen die Bayern als Einstimmung auf den Champions-League-Start gegen Spartak Moskau nutzen: „Das wird eine interessante Partie. Pauli wird uns kämpferisch alles abverlangen“, warnte Bayern-Coach Felix Magath, der auf den gesperrten Oliver Kahn verzichten muss.

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