DFB-Pokal
BVB gewinnt trotz Unterzahl nach Elfer-Krimi in Düsseldorf

Damit hatten in Düsseldorf selbst Optimisten nicht gerechnet. Ihre Fortuna war über weite Strecken besser als der BVB und hatte die besseren Chancen. Am Ende hat es nicht gereicht, Dortmund gewann im Elfmeterschießen.
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Düsseldorf„Auf dem Kreuzzug ins Glück“ hatten die Düsseldorfer Anhänger auf ein riesiges Banner geschrieben. Und ihre Helden taten alles, um das Glück zu erzwingen. Aber auch die Dortmunder kämpften 90 Minuten in Unterzahl spielend wie die Löwen. So musste am Ende dieses Pokalfights das Glück in Form des Elfmeterschießens entscheiden. Und hier behielt der BVB mit 5:4 die Oberhand.

Es war ein Pokalhit mit rotem Teppich: Erstmals seit knapp zwei Jahren war die 54.000 Zuschauer fassende Esprit-Arena ausverkauft. Und vor den Fernsehern schaute ein achtstelliges Publikum in aller Welt zu. Was für eine Bühne für das Team von Trainer Norbert Meier, das auf Wiedergutmachung für die ernüchternde Niederlage am Freitag gegen Paderborn brannte. Zudem sprach die Statistik verrückterweise sehr deutlich für den Gastgeber: Dreimal empfing die Fortuna den BVB im Pokal, dreimal gewann sie. Allerdings fanden diese Spiele zwischen 1977 und 1980 statt.

Auf der anderen Seite wollte der in der Bundesliga zuletzt elfmal ungeschlagene deutsche Meister im Spiel beim Zweitliga-Herbstmeister den Pokalfluch besiegen: Peinliche Knockouts gegen die unterklassigen Clubs inspirierten Hummels zu einem ironischen Kommentar. „Bei Spitzenteams aus der 2. oder 3. Liga gehen wir schon fast als Außenseiter ins Spiel.“ Nicht nur die Heimstärke des Gegners, sondern auch die Personalmisere bereiteten dem Dortmunder Trainer Jürgen Klopp Kopfzerbrechen.

Neben den Langzeitverletzten Neven Subotic, Sven Bender, Moritz Leitner und Mario Götze fehlten auch Marcel Schmelzer und Felipe Santana. Schmelzer fehlte wegen muskulärer Probleme, Santana hatte sich beim 4:1 in Freiburg einen Teilabriss im Sprunggelenk zugezogen. Dafür durften beim BVB Patrick Owomoyela und Chris Loewe in der Viererkette ran. Und dann musste in letzter Sekunde auch noch Lucas Barrios für Kagawa in die Startelf rücken. Der ging in den Sturm, Lewandowski agierte dahinter.

Trotz der ungewohnten Aufstellung ließ es der Favorit aus Dortmund aber keineswegs ruhig angehen. Schon nach drei Minuten köpfte Barrios aus fünf Metern aufs Tor, doch Fortunas Keeper Ratajczak hatte keine Mühe. Die Gastgeber wirktem bei allem Engagement ein wenig nervös. In der achten Minute hatte Dortmund die nächste Kopfballchance, doch der Winkel war für Blaszczykowski zu spitz. Beide Fanlager sorgten derweil für mächtig Stimmung. Schon vor dem Anpfiff konnte es friedlicher und freundschaftlicher kaum sein. Auch beim Warmtrinken in der Altstadt hatten die Anhänger keinen Hader, sondern gemeinsam viel Spaß.

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Dortmund ab der 34. Minute nur noch zu zehnt

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Elfmeterschießen muss entscheiden

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  • Mit einer - zu großen Teilen - B-Mannschaft und zu 10. zeigt der BVB eben alte Tugenden. Kampf und Laufbereitschaft. Natürlich war es ein spannendes und ausgeglichenes Spiel, aber es ist auch zu bedenken welche Prominenz bei der Borussia nicht auf dem Feld stand!

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