DFB-Pokal Favoriten lösen Pflichtaufgabe souverän

Der Traum von einem Pokal-Coup erfüllt sich für die Kleinen am Samstag nicht. Mit klaren Siegen ziehen Bayern und Dortmund in die nächste Runde ein. Auch Köln, Freiburg, Mainz und Frankfurt sind weiter.
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Der BVB-Stürmer bejubelt seinen Treffer zum 3:0-Zwischenstand. Quelle: dpa
Pierre-Emerick Aubameyang

Der BVB-Stürmer bejubelt seinen Treffer zum 3:0-Zwischenstand.

(Foto: dpa)

BerlinDie großen Favoriten FC Bayern München und Borussia Dortmund haben ihre Pflichtaufgaben im DFB-Pokal problemlos gelöst, und auch sonst hat sich für die Außenseiter der Traum von einer Sensation nicht erfüllt. Meister FC Bayern siegte am Samstag in der ersten Runde beim Drittligisten Chemnitzer FC 5:0 (1:0), Cupverteidiger Borussia Dortmund wurde nach dem Wirbel um Ousmane Dembélé seiner Favoritenrolle beim 4:0 (2:0) gegen den Sechstligisten 1. FC Rielasingen-Arlen gerecht.

Neben den beiden Top-Clubs zogen vier weitere Bundesligisten in die nächste Runde ein: Der 1. FC Köln siegte beim Fünftligisten Leher TS in Bremerhaven 5:0 (2:0), der SC Freiburg setzte sich beim Regionalligisten Germania Halberstadt mit 2:1 (2:0) durch und der FSV Mainz 05 gewann beim Lüneburger SK 3:1 (2:1). Cupfinalist Eintracht Frankfurt löste trotz fast 70-minütiger Unterzahl beim 3:0 (1:0) gegen den Viertligisten TuS Erndtebrück in Siegen das Ticket für die zweite Runde. Am Freitag hatten bereits Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen als erste Bundesligisten - wenn auch mit Problemen - das Weiterkommen geschafft.

Was sich im Bundesliga-Fußball alles ändert
55. Bundesliga-Saison
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Spiele am Montagabend, Video-Assistenten für den Schiedsrichter und ein neuer TV-Rechteinhaber: Auch wenn die großen Revolutionen ausbleiben, gibt es doch zahlreiche Neuerungen in der kommenden Bundesliga-Saison. Ein Überblick, worauf sich die Fußball-Fans vom 1. Spieltag (18. - 20. August) an unter anderem einstellen können.

Der Videobeweis
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Erstmals im Supercup und danach in allen Spielen der ersten Liga sowie der Relegation soll der Videobeweis für weniger Fehlentscheidungen sorgen. In einem Studio in Köln sitzt unter anderen ein so genannter Video-Assistent, der sich Aufnahmen aus bis zu 17 Kamera-Perspektiven anschauen kann.

Bundesliga Test-Video
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In Absprache mit mindestens einem Supervisor weist er den Referee auf klare Fehler hin, der Schiedsrichter behält aber die letzte Entscheidung. Dabei können Szenen korrigiert werden, in denen es um erzielte Tore, Elfmeter, Platzverweise und die Verwechslung von Spielern geht.

Die Anstoßzeiten
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Insgesamt drei neue Anstoßzeiten für die Bundesliga müssen sich die Fans merken. Fünfmal pro Saison findet eine Partie statt des Zweitliga-Spitzenspiels am Montag um 20.30 Uhr statt. Ebenfalls fünfmal wird am Sonntag bereits um 13.30 Uhr angestoßen. In diesen Wochen finden jeweils nur vier Spiele am Samstags-Stammtermin um 15.30 Uhr statt. Dauerhaft verschiebt sich das späte Sonntagsspiel um eine halbe Stunde nach hinten auf 18.00 Uhr.

Die TV-Übertragung
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Der Großteil der Spiele ist weiterhin beim Pay-TV-Sender Sky zu sehen, der langjährige Rechteinhaber zeigt aber nicht mehr alle Partien live. Insgesamt 40 reguläre Spiele werden von Eurosport übertragen - 30 am Freitagabend und jeweils die fünf am Sonntagmittag und Montagabend. Außerdem sind die Relegationsspiele beim Sportsender zu sehen.

Frei empfangbare Übertragung
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Auf welchem Weg die Fans die Bundesliga auf dem Bezahlkanal von Eurosport schauen können, ist noch unklar. Derzeit kann der Sender über Sky empfangen werden - aber ohne die Spiele aus dem deutschen Fußball-Oberhaus. Zumindest drei Partien, und damit eine mehr als bisher, werden im frei empfangbare Fernsehen gezeigt. Am 1., 17. und 18. Spieltag überträgt das ZDF jeweils das Freitagabendspiel.

Die Schiedsrichterin
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Als erste Schiedsrichterin wird Bibiana Steinhaus in der kommenden Saison Spiele pfeifen. Neben der 38-Jährigen steigen Martin Petersen, Sven Jablonski und Sören Storks in die Bundesliga auf.

Die Favoriten setzten sich auch in den weiteren Duellen durch. Zweitligist 1. FC Kaiserslautern erreichte durch das 4:0 (2:0) beim SV Eichede ebenfalls die zweite Runde wie auch Ligarivale 1. FC Heidenheim, der bei Drittliga-Aufsteiger SpVgg Unterhaching 4:0 (1:0) gewann. Neben Lautern und Heidenheim hatten sich am Freitag auch die Zweitligisten Dynamo Dresden und Holstein Kiel für die nächste Runde am 24./25. Oktober qualifiziert.

WIRBEL: Ousmane Dembélé stand gar nicht im Kader und trotzdem war der französische Nationalspieler bei Borussia Dortmund Gesprächsthema Nummer eins. So kündigte Trainer Peter Bosz an, dass am Wochenende über die weitere Vorgehensweise entschieden werde. „Wir werden uns heute Abend zusammensetzen. Morgen wird der Verein sagen, was wir machen“, sagte der Niederländer dem TV-Sender Sky. Dembélé hatte am Donnerstag beim BVB das Training geschwänzt, um offenbar seinem Wechselwunsch zum FC Barcelona Nachdruck zu verleihen. Die Westfalen suspendierten den Franzosen daraufhin bis Montag. Das Toreschießen beim Spiel in Freiburg übernahmen stattdessen Marc Bartra und dreimal Liga-Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang.

PREMIERE: Bibiana Steinhaus durfte erstmals in ihrer Schiedsrichter-Karriere ein Pflichtspiel des FC Bayern leiten. Die 38-Jährige aus Hannover, die in der kommenden Saison erstmals auch in der Bundesliga zum Einsatz kommen wird, machte ihre Sache gut. In der 20. Minute entschied sie auf Freistoß, den Torjäger Robert Lewandowski zur Führung der Bayern verwandelte. Danach machten Kingsley Coman, erneut Lewandowski, Franck Ribery und Mats Hummels alles klar.

VATER-SOHN-DUELL: Das erste Saisontor von Nils Petersen dürfte bei seinem Vater Andreas nicht allzu große Freude ausgelöst haben. Der Torjäger leitete mit seinem Treffer den Freiburger Sieg beim Viertligisten Germania Halberstadt ein und machte damit die Hoffnungen seines Vaters auf eine Sensation zunichte. Petersen senior ist Trainer beim Nordost-Regionalligisten. Dort hatte sein Sohn Nils auch drei Jahre lang gespielt, ehe er seine Profikarriere startete.

  • dpa
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