DFB-Pokal-Halbfinale
Guardiola nimmt die Bayern in die Pflicht

Nach dem Gewinn des Titels hat Pep Guardiola die Meisterschaft für beendet erklärt – seitdem gehts bergab mit den Bayern. Damit nun nicht auch noch das Pokal-Halbfinale zum Desaster wird, warnt er nun seine Spieler.
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MünchenAuf zum nächsten Schritt der Triple-Verteidigung! Nach der kräftigen Watschn im Liga-Knaller gegen Borussia Dortmund ist für den gewarnten FC Bayern München im DFB-Pokal der Einzug in das 20. Endspiel Pflicht. „Wenn wir wie in den letzten drei Spielen spielen, erreichen wir kein Finale“, mahnte aber Trainer Pep Guardiola vor dem Halbfinal-Duell an diesem Mittwoch (20.30 Uhr/ARD und Sky) gegen den 1. FC Kaiserslautern. Das scheinbar im Vorfeld schon entschiedene Kräftemessen zwischen dem Rekordpokalgewinner und dem Zweitligisten sei für ihn „eine große Leidenschaft“, erklärte der Spanier. Den langen Ausführungen verlieh er einen Tag vor dem Spiel mit vielen Gesten Nachdruck. „Ich war noch nicht im Finale in Berlin. Das ist für mich ein kleiner Traum“, gestand der 43-Jährige.

Im Olympiastadion in der Hauptstadt, in dem Guardiola Ende März seine erste Meisterschaft bejubelte und der FC Bayern vor einem Jahr das historische Triple feierte, wollen die Münchner am 17. Mai auch in diesem Jahr um Pokal-Ehren spielen. „Wir wollen nach Berlin“, betonte auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und warnte vor dem FCK. „Es ist wichtig, sie nicht zu unterschätzen. Dass sie einem Bundesligisten wehtun können, haben sie in Leverkusen bewiesen.“

Aber ob das auch gegen „die beste Mannschaft der Welt“, wie FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz betonte, gelingen kann? „Ich träume jeden Samstag vom Lottogewinn“, entgegnete Kuntz fast schon trotzig. „Warum sollte ich dann nicht auch vom Wunder von München träumen?“ Immerhin: Am 17. August 1991 unterlagen die Bayern mit 2:4 nach Verlängerung gegen den damaligen Zweitligisten FC Homburg.

Zum Halbfinal-Jubiläum, es ist das 25. Münchner Spiel in der Vorschlussrunde, soll das dem Guardiola-Ensemble keinesfalls passieren. „Ich muss die richtige Lösung finden“, erklärte Guardiola die Suche nach der zündenden Idee und schnipste dabei mit den Fingern. Man brauche „Leidenschaft und Herz“, erklärte der Spanier und baut auf die Mentalität seiner Mannschaft. „Am Ende einer Saison gehe es nur hier“, sagte Guardiola und tippte sich an die Stirn. Nur dann komme man nach Berlin und könne auch Real Madrid auf dem Weg ins Champions-League-Finale ausschalten, erklärte der Startrainer.

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