DFB-Pokal
Mainz stürzt Schalke ganz tief in die Krise

Paukenschlag am Bruchweg: Zweitligist FSV Mainz hat den favorisierten FC Schalker 04 im Viertelfinale aus dem DFB-Pokal geworfen und steht erstmals im Halbfinale des Wettbewerbs. Bance versetzte dem Bundesligisten einen Last-Minute-K.o., der auch dessen letzte Hoffnung auf ein Saison-Happyend zerstörte. Manager Müller zeigte sich geschockt, auch Trainer Rutten wollte dieses Mal nichts schön reden.

HB MAINZ. Der Stürmer aus Burkina Faso erzielte in der 88. Minute den entscheidenden Treffer für den Zweitliga-Zweiten zum 1:0 (0:0)-Sieg gegen den enttäuschenden Bundesliga-Achten, der den Strohhalm auf eine Europapokal-Teilnahme leichtfertig verspielte. „Ich bin richtig geschockt“, sagte Schalkes Manager Andreas Müller. „Das tut wahnsinnig weh, der Stachel sitzt sehr tief. Die Situation verschärft sich jetzt natürlich. Wir müssen das jetzt erst einmal sacken lassen und dann müssen wir in den nächsten Tagen sehen, wie es weiter geht.“ Für Schalke platzte durch die Blamage nicht nur der Traum vom dritten Cup-Triumph im neuen Jahrtausend, sondern auch die Chance auf die Qualifikation für den Europapokal über den Umweg DFB-Pokal.

Auch Schalke-Trainer Fred Rutten wollte dieses Mal nichts schön reden: „Das Aus ist natürlich eine Katastrophe." Einen Rücktritt schloss der Niederländer, der bereits in den vergangenen Wochen gemeinsam mit Manager Müller Hauptzielscheibe der Kritik war, nach der neuerlichen Enttäuschung aber aus: „Für mich stellt sich nicht die Frage, hinzuschmeißen, ich bin ein Kämpfer.“ Der Druck auf Trainer und Manager dürfte sich nun weiter zuspitzen.

Mainz kam im dritten Pokalkampf im heimischen Stadion am Bruchweg zum zweiten Erfolg gegen die Königsblauen aus Gelsenkirchen und ist am Samstag bei der Auslosung der Vorschlussrunde, die am 21./22. April ausgespielt wird, weiter im Lostopf. „Bancé hat das toll gemacht, aber dafür ist er auch da“, sagte der Mainzer Trainer Jörn Andersen. „Ich wusste, irgendwann bekommen wir unsere Chance – und die muss sitzen. Noch ein Sieg und wir sind in Berlin.“ Nach dem 1. FC Köln schalteten die Mainzer den zweiten Bundesligisten aus.

Von einem packenden Pokalkampf war die Partie vor 20 300 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Bruchweg lange Zeit weit entfernt. Schalke war vor 20 100 Zuschauern im ausverkauften Mainzer Bruchweg-Stadion zwar wie erwartet die spielbestimmende Mannschaft, doch fehlte es dem Team von Trainer Fred Rutten in der Offensive an überraschenden Aktionen und Durchschlagskraft. Gefährlich waren die Gelsenkirchener zumeist nach Standardsituationen. Die beste Chance in der ersten Halbzeit hatte Innenverteidiger Mladen Krstajic, der nach einer Ecke von Orlando Engelaar per Kopf den Pfosten traf (40. ).

„Ich weiß auch nicht, wie ich das erklären soll“, meinte Schalkes Nationalspieler Jermaine Jones: „Wir haben Ansprüche, oben mitzuspielen und dann verlieren bei einem Zweitligisten, das kann einfach nicht sein.“ Der Mainzer Markus Feulner war natürlich glücklich: „Wir dürfen nun ein bisschen feiern, aber nicht zu lange. Im Halbfinale wollen wir nur nicht die Bayern und am liebsten ein Heimspiel.“

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