DFB-Pokal Werder kriegt die Kurve, Stuttgarts Blamage

Gleich vier Erstligisten hat es zum Auftakt des DFB-Pokals erwischt: Nach Mainz und Stuttgart mussten sich auch der FCA und Paderborn unterklassigen Teams geschlagen geben. Immerhin: Bayern und BVB starteten souverän.
Update: 17.08.2014 - 23:29 Uhr Kommentieren
Der Fünf-Tore-Mann und ein Flaschenwurf
FV Illertissen - SV Werder Bremen
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Top: Der FV Illertissen

Dreimal hintereinander ist Fußball-Bundesligist Werder Bremen zuletzt im DFB-Pokal in der ersten Runde ausgeschieden. Beim Viertligisten FV Illertissen wäre die Negativ-Serie beinahe in die vierte Runde gegangen. Das lag sicherlich auch an den Bremern selbst, vor allem aber auch am leidenschaftlich kämpfenden FV Illertissen. Nur mit einer ordentlichen Portion Glück ist Werder haarscharf an einer erneuten Pokal-Blamage vorbeigeschrammt.

Kickers Würzburg - Fortuna Düsseldorf
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Flop: Randale in Würzburg

Sachbeschädigung, Zechbetrug, Gefangenenbefreiung, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz – Fortuna Düsseldorf präsentierte sich am Sonntag nicht nur auf dem Platz von einer eher schlechten Seite: Im Vorfeld des DFB-Pokalspiels kam es es in der Würzburger Innenstadt zu teilweise massiven Ausschreitungen. Ein Polizist wurde dabei verletzt und musste mit Schnittverletzungen im Gesicht im Krankenhaus behandelt werden. Die Fortuna schied später mit 2:3 nach Verlängerung gegen den Viertligisten aus dem Wettbewerb.

USC Paloma Hamburg- TSG Hoffenheim
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Top: Sven Schipplock

USC Paloma konnte zu keiner Zeit mit der TSG Hoffenheim mithalten. Die stürmenden Kraichgauer begannen die neue Saison mit einem souveränen 9:0-Kantersieg und stehen damit verdient in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Ein Spieler stach dabei aber ganz besonders heraus: Sven Schipplock nutzte den Ausflug nach Hamburg, um sich mit fünf Toren und einem lupenreinen Hattrick für die Bundesliga warmzuschießen. Dort droht ihm allerdings trotzdem die Bank.

Fortuna Düsseldorf - Eintracht Braunschweig
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Flop: Düsseldorfer Nervenbündel

Und noch einmal die Fortuna: Bei der Mannschaft lagen die Nerven nach der Blamage gegen Würzburg blank. Adam Bodzek ließ sich nach seinem Platzverweis von Rufen der Würzburger VIP's auf der Dachterrasse provozieren – und warf eine Plastikwasserflasche nach den Fans. Auch bei Sergio Pinto gingen die Emotionen hoch. Selbst im Kabinengang ging seine verbale Auseinandersetzung mit dem Gegner weiter. „Ich komm gleich in die Kabine, ich hab es dir gesagt“, soll er einem Gegenspieler nachgerufen haben.

huGO-BildID: 38732089 Munich's coach Pep Guardiola , right, talks to Holger Badstuber after his substitution during the German soccer cup first
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Top: Holger Badstuber

Bayerns Abwehrspieler und Pechvogel Holger Badstuber feierte nach zwei Kreuzbandrissen und 20 Monaten Pause sein Pflichtspiel-Comeback. Von Trainer Pep Guardiola gab es nicht nur ein kumpelhaftes Schulterklopfen, sondern auch lobende Worte nach der Partie: „Er hat gut gespielt. Wir haben seine Qualität und seine Persönlichkeit gesehen.”

huGO-BildID: 38731917 Munich's Robert Lewandowski fails to score by penalty against Muenster's goalkeeper Daniel Masuch during the German
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Flop: Robert Lewandowski

Zugegeben: Der Rekordmeister hat die Auftaktrunde locker gemeistert. Die Münchener setzten sich beim Drittligisten Preußen Münster souverän mit 4:1 durch. Robert Lewandowskis verballerter Elfmeter war allerdings alles andere als meisterlich. Er scheiterte mit seinem schlecht platzierten Strafstoß an Torhüter Daniel Masuch. Es war nicht die einzige Chance, die der Pole vergab.

RB Leipzig - SC Paderborn
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Top: Clemens Fandrich

Kleine Überraschung im Zentralstadion: Die Bullen aus Leipzig gewannen mit 2:1 gegen den Erstligisten SC Paderborn. Das wird Fußball-Deutschland nicht gefallen, denn schließlich hat der Klub aus Leipzig nicht gerade das beste Image. Doch jeder Fußballfan muss zugeben: Wenn ein Spieler acht Minuten nach seiner Einwechslung das entscheidende Tor und seine Mannschaft so in die nächste Runde schießt, ist das immer etwas ganz Besonderes. Clemens Fandrich netzte in der 109. zum 2:1 für die Bullen ein und machte so die Pokalüberraschung perfekt.

Düsseldorf Beim ewig reizvollen Duell zwischen Groß und Klein in der ersten DFB-Pokalrunde sind schon vier Bundesliga-Clubs auf der Strecke geblieben. Am Sonntag traf es zunächst den FC Augsburg mit dem 0:1 (0:0) beim Regionalliga-Club 1. FC Magdeburg. Wenig später erwischte es Aufsteiger SC Paderborn mit dem 1:2 (1:1, 1:1) nach Verlängerung bem Zweitligisten RB Leipzig.

Zuvor hatte es den FSV Mainz 05 besonders hart getroffen: Nach dem Aus in der Qualifikation zur Europa League scheiterten die Rheinhessen in einem Krimi beim Drittligisten Chemnitzer FC mit 4:5 nach Elfmeterschießen schon zum zweiten Mal in der noch jungen Spielzeit. Nach 120 Minuten hatte es 5:5 gestanden. Auch der VfB Stuttgart, Pokalfinalist 2013, bescherte seinem neuen Trainer Armin Veh mit der 0:2-Niederlage in Bochum einen unglücklichen Einstand.

Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg mit dem 0:1 in Duisburg sowie Zweitliga-Konkurrent SV Sandhausen beim 1:4 beim Drittligisten Arminia Bielefeld scheiterten ebenfalls bei unterklassigen Gegnern. Fortuna Düsseldorf unterlag beim bayerischen Regionalliga-Spitzenreiter Würzburger Kickers nach Verlängerung mit 2:3 (2:2, 1:0). Steven Lewerenz gelang in der 114. Spielminute mit einem abgefälschten Freistoß der entscheidende Treffer zum Sieg für die von Bernd Hollerbach trainierten Unterfranken.

Die Augsburger scheiterten nach einer erschreckend schwachen Leistung in Magdeburg. Christian Beck besiegelte das Aus des Erstliga-Überraschungsteam der Vorsaison. Nicht viel besser machte es Paderborn. Der Aufsteiger ging zwar durch Süleyman Koc in Front. Doch Anthony Jung und in der Verlängerung Clemens Fendrich schafften die Wende für die Leipziger. „Wir sind maßlos enttäuscht. Wir haben 100 Prozent gebraucht und die haben wir nicht gegeben“, sagte FCA-Coach Markus Weinzierl.

Beinahe hätte es auch Werder Bremen erwischt. Doch der Bundesligist quälte sich am Sonntag in Ulm zum 3:2 (1:1, 1:1)-Erfolg nach Verlängerung bei den wackeren Amateuren des FV Illertissen. Der bayerische Viertligist gab sich erst nach großem Kampf geschlagen. Abwehrspieler Assani Lukimya und U19-Europameister Davie Selke sorgten per Doppelschlag für die späte Entscheidung zugunsten der Bremer. Marc Hämmerle machte es mit dem Anschlusstreffer 2:3 sogar noch einmal spannend.

Keine Blöße gaben sich am Sonntag Cup-Verteidiger Bayern München, 1899 Hoffenheim und der SC Freiburg. Der Rekordmeister aus München setzte sich durch Tore von Mario Götze, Thomas Müller, David Alaba und Claudio Pizarro beim Drittligisten Preußen Münster standesgemäß mit 4:1 (2:0) durch. Für die Gastgeber traf Rogier Krohne per Handelfmeter. Bei den Münchnern vergab Neuzugang Robert Lewandowski einen Elfmeter.

Der Fünf-Tore-Mann und Vehs verpatzter Auftak
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