DFB-Pokal
Werder kriegt die Kurve, Stuttgarts Blamage

Gleich vier Erstligisten hat es zum Auftakt des DFB-Pokals erwischt: Nach Mainz und Stuttgart mussten sich auch der FCA und Paderborn unterklassigen Teams geschlagen geben. Immerhin: Bayern und BVB starteten souverän.
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Düsseldorf Beim ewig reizvollen Duell zwischen Groß und Klein in der ersten DFB-Pokalrunde sind schon vier Bundesliga-Clubs auf der Strecke geblieben. Am Sonntag traf es zunächst den FC Augsburg mit dem 0:1 (0:0) beim Regionalliga-Club 1. FC Magdeburg. Wenig später erwischte es Aufsteiger SC Paderborn mit dem 1:2 (1:1, 1:1) nach Verlängerung bem Zweitligisten RB Leipzig.

Zuvor hatte es den FSV Mainz 05 besonders hart getroffen: Nach dem Aus in der Qualifikation zur Europa League scheiterten die Rheinhessen in einem Krimi beim Drittligisten Chemnitzer FC mit 4:5 nach Elfmeterschießen schon zum zweiten Mal in der noch jungen Spielzeit. Nach 120 Minuten hatte es 5:5 gestanden. Auch der VfB Stuttgart, Pokalfinalist 2013, bescherte seinem neuen Trainer Armin Veh mit der 0:2-Niederlage in Bochum einen unglücklichen Einstand.

Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg mit dem 0:1 in Duisburg sowie Zweitliga-Konkurrent SV Sandhausen beim 1:4 beim Drittligisten Arminia Bielefeld scheiterten ebenfalls bei unterklassigen Gegnern. Fortuna Düsseldorf unterlag beim bayerischen Regionalliga-Spitzenreiter Würzburger Kickers nach Verlängerung mit 2:3 (2:2, 1:0). Steven Lewerenz gelang in der 114. Spielminute mit einem abgefälschten Freistoß der entscheidende Treffer zum Sieg für die von Bernd Hollerbach trainierten Unterfranken.

Die Augsburger scheiterten nach einer erschreckend schwachen Leistung in Magdeburg. Christian Beck besiegelte das Aus des Erstliga-Überraschungsteam der Vorsaison. Nicht viel besser machte es Paderborn. Der Aufsteiger ging zwar durch Süleyman Koc in Front. Doch Anthony Jung und in der Verlängerung Clemens Fendrich schafften die Wende für die Leipziger. „Wir sind maßlos enttäuscht. Wir haben 100 Prozent gebraucht und die haben wir nicht gegeben“, sagte FCA-Coach Markus Weinzierl.

Beinahe hätte es auch Werder Bremen erwischt. Doch der Bundesligist quälte sich am Sonntag in Ulm zum 3:2 (1:1, 1:1)-Erfolg nach Verlängerung bei den wackeren Amateuren des FV Illertissen. Der bayerische Viertligist gab sich erst nach großem Kampf geschlagen. Abwehrspieler Assani Lukimya und U19-Europameister Davie Selke sorgten per Doppelschlag für die späte Entscheidung zugunsten der Bremer. Marc Hämmerle machte es mit dem Anschlusstreffer 2:3 sogar noch einmal spannend.

Keine Blöße gaben sich am Sonntag Cup-Verteidiger Bayern München, 1899 Hoffenheim und der SC Freiburg. Der Rekordmeister aus München setzte sich durch Tore von Mario Götze, Thomas Müller, David Alaba und Claudio Pizarro beim Drittligisten Preußen Münster standesgemäß mit 4:1 (2:0) durch. Für die Gastgeber traf Rogier Krohne per Handelfmeter. Bei den Münchnern vergab Neuzugang Robert Lewandowski einen Elfmeter.

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