DFB-Pokalfinale
Mit einem Kraftakt zum Double

Der FC Bayern München hat sein Double verteidigt. In der Verlängerung setzten die Bayern den Konkurrenten Dortmund in einer Taktikschlacht matt. Es hätte auch anders kommen können.
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BerlinManchmal muss es eben ein Kraftakt sein. Es war die 107. Minute als Arjen Robben den Ball über die Linie drückte und Richtung Marathontor des Berliner Olympiastadions abdrehte – dort wo die Bayern-Fans standen.

Mit einer kräftezehrenden Taktikschlacht hatten sich die beiden Mannschaften wie schon 2013 in London ein Duell geliefert, an dessen Ende der Sieger wieder Bayern München heißt. Mit 2:0 setzten sich die Münchener am Ende im 71. Pokalfinale gegen die Rivalen aus Dortmund im 71. Pokalfinale vor 76.197 Zuschauern.

Ein versöhnliches Ende der Saison, heißt es nun. Aber warum eigentlich nur versöhnlich? Nach der schnellsten Meisterschaft aller Zeiten und mit dem 17. Pokalsieg der Vereinsgeschichte dürfte das Krisengerede, das in München in den vergangenen Wochen kursierte, schnell wieder verstummen. „Heute ist einfach nur feiern, bis es kein Ende mehr gibt. Wir sind einfach nur glücklich. Kompliment auch an Dortmund, die auch heute wieder sehr stark waren“, freute Bayerns Jerome Boateng sich nach dem Spiel.

Es hätte allerdings auch anders kommen können. In der 65. Minute wurde den Dortmundern von Schiedsrichter Florian Meyer ein regulärer Treffer aberkannt. Dortmunds Innenverteidiger Mats Hummels hatte einen Ball knapp über die Linie gedrückt – bevor Dante klärte. Eine Millimeterentscheidung. Schiedsrichter Florian Meyer gab den Treffer nicht. Möglich, dass die Partie danach einen anderen Verlauf genommen hätte. So fiel in der regulären Spielzeit kein weiterer Treffer – und der Sieger hieß am Ende Bayern München.

Dortmund Trainer wirkte nach dem Spiel reichlich angefressen. „Alle meine Ersatzspieler standen schlechter als der Linienrichter und haben gesehen, dass der Ball drin war. Um den vor der Linie wegzuschlagen, hätte Dante dem Cirque du soleil angehören müssen“. Auch an der übrigen Schiedsrichterleistung ließ Klopp kein gutes Haar. „Wir sind seit Jahren vorne in der Fair-Play-Tabelle, aber werden behandelt als würden wir alle durch die Gegend treten.“

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