DFB-Präsident ist auf Klinsmanns Entscheidung vorbereitet
Zwanziger hat "Plan B" in der Schublade

DFB-Präsident Theo Zwanziger ist davon überzeugt, dass Jürgen Klinsmann nach der WM seinen Vertrag verlängern wird. Allerdings ist der DFB auch auf ein Ausscheiden des Bundestrainers vorbereitet und hat einen "Plan B".

Der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger ist fest davon überzeugt, dass Jürgen Klinsmann der deutschen Nationalmannschaft als Bundestrainer nach der WM erhalten bleibt. Im Falle eines Ausscheidens von Klinsmann ist nach Angaben von Zwanziger der Deutsche Fußball-Bund (DFB) allerdings auch gerüstet und hat einen "Plan B" in der Schublade.

"Wir sind natürlich auch vorbereitet auf die Situation, falls es nicht gelingt, Jürgen Klinsmann zu halten", sagte Zwanziger vor dem WM-Viertelfinale gegen Argentinien in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. "Plan B" werde allerdings nur zum Tragen kommen, "wenn Plan A scheitert. Aber der wird nicht scheitern", sagte der DFB-Boss zuversichtlich.

Der Verband will verhindern, dass es wie nach dem Rücktritt von Teamchef Rudi Völler nach dem Euro-Vorrunden-Aus 2004 erneut zu einer langwierigen Trainersuche kommen werde. "Wir werden jedenfalls keine vier Wochen rumrangeln", erklärte Zwanziger.

Löw als möglicher Cheftrainer

Zu den Plan-B-Lösungen würde auch die Überlegung gehören, den bisherigen Klinsmann-Assistenten Joachim Löw zum Cheftrainer zu befördern. Zudem habe der Verband seinen eigenen Trainerstab unter anderem mit U21-Coach Dieter Eilts und Sportdirektor Matthias Sammer "verstärkt und dadurch soviel Qualität gewonnen, um die Situation zu beherrschen, wenn Klinsmann absagt".

Zwanzigers Wunsch bleibt aber eine Verlängerung mit Klinsmann, dessen Vertrag nach der WM ausläuft. "Ich rede nicht über die vierte Stufe, wenn die erste nicht besprochen ist", sagte der DFB-Chef und verdeutlichte, dass der Bundestrainer "die wichtigste Rolle" spielen würde.

Zwanziger will Klinsmann nicht unter Druck setzen. "Da er sich im Moment keine Gedanken macht, muss man ihm ein paar Tage Zeit lassen, um die Dinge mit seiner Familie zu besprechen", erklärte der DFB-Präsident. Eine Frist werde er Klinsmann auf keinen Fall setzen. "Die wird er sich selbst setzen, weil er weiß, dass im August und September schon wieder Spiele auf uns zukommen." Er werde nicht auf einen Tag drängen, "mir ist viel zu wichtig, dass wir die Spielphilosophie von Jürgen Klinsmann fortführen können".

© SID

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