DFB-Präsident
Zwanziger kritisiert den Fußball-Kommerz

Dr. Theo Zwanziger hat die Vermarktung des Fußballs deutlich kritisiert. "Nicht alles, was vermarktet werden kann, muss auch vermarktet werden", sagte der Geschäftsführende Präsident des DFB.

Dr. Theo Zwanziger hat sich zu der Vermarktung des Fußballs kritisch geäußert. "Wir sind in der Vermarktung des Fußballs bei dieser Weltmeisterschaft an eine Grenze gekommen", sagte der Geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegenüber der Tageszeitung Tagesspiegel (Freitag-Ausgabe). Damit griff Zwanziger auch die Kritik von WM-Organisations-Chef Franz Beckenbauer auf. "Der Fußball braucht eine generelle Reinigung. Man sollte über die Grenze des Geldverdienens reden", hatte der Kaiser tags zuvor dem gleichen Blatt gesagt.

Dass die Kinder, die mit den Nationalmannschaften ins Stadion einlaufen, oder die Münzen für die Seitenwahl von Sponsoren präsentiert werden, schade der Akzeptanz des Fußballs, kritisierte Zwanziger weiter. In den Stadien dürfe den Zuschauern nicht vorgeschrieben werden, welche Produkte sie zu essen und zu trinken hätten. Zwanziger: "Nicht alles, was vermarktet werden kann, muss auch vermarktet werden."

Joseph S. Blatter, Präsident des Weltverbandes Fifa, der alle Vermarktungsrechte an Weltturnieren hält, zeigte sich offen für diese Kritik und kündigte eine Selbstbeschränkung an. "Wir werden auf das Optimum setzen, nicht auf das Maximum", sagte der Schweizer.

© SID

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