Fußball
DFB soll höhere Abstellungsgebühr zahlen

Die Spitzenklubs der Bundesliga fordern vom Deutschen Fußball-Bund eine höhere Abstellungsgebühr für ihre Nationalspieler. Bisher zahlt der DFB 6 000 Euro pro Spiel und Spieler an Vereine - dies sei zu wenig.

Aufgrund der Abstellungsgebühr für die Nationalspieler könnte dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) vor der WM 2006 in Deutschland offenbar Ärger blühen. Die Bundesliga-Spitzenklubs Bayern München, Werder Bremen und Schalke 04 fordern höhere Entschädigungssummen für Auswahlspieler. Das berichtet das Magazin Sport Bild in seiner Mittwoch-Ausgabe. Bisher zahlt der DFB 6 000 Euro pro Spiel und Spieler an Vereine. Tenor bei den drei Klubs: Zu wenig für insgesamt 15 Länderspiele in diesem Jahr.

Assauer: "Vertretbare Lösung finden"

"Wir stellen die Spieler mehrere Wochen frei, müssen sie aber bezahlen. Während der DFB durch die Nationalmannschaft nicht unerhebliche Einnahmen verbuchen kann", klagte Schalkes Manager Rudi Assauer: "Wir sollten uns an einen Tisch setzen und eine vertretbare Lösung finden. Die Abstellungsgebühren müssen ganz sicher erhöht werden." Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge geht einen Schritt weiter. Er sieht den Weltverband Fifa und die Europäische Fußball-Union (Uefa) in der Pflicht.

Rummenigge sieht seine Spieler missbraucht, "wenn die Fifa bei einer WM ein Geschäft macht, das über zwei Mrd. Franken beträgt". Bayern, Bremen und Schalke stellen zurzeit zehn Nationalspieler für das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann.

Geregelt ist die Abstellungsgebühr durch den Grundlagenvertrag zwischen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und DFB. Er läuft bis 30. Juni 2009. DFB-Präsident Theo Zwanziger wiegelt ab ("Wir haben einen Grundlagenvertrag, in dem sind alle wirtschaftlichen Beziehungen abgegolten"). Liga-Präsident Werner Hackmann verwies ebenfalls auf die geltende Vereinbarung: Diese sehe "erst nach der WM im August oder September 2006 eine Chance für Neuverhandlungen". DFB-Teammanager Oliver Bierhoff hofft derweil, "dass vor der WM kein Diskussionsstoff aufkommt".

"Die Gehälter der Top-Spieler sind in den letzten Jahren immer weiter gestiegen, das finanzielle Risiko der Klubs wird stetig größer", erklärte Bremens Sportdirektor Klaus Allofs den Vorstoß.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%