Fußball
DFB-Sportgericht weist Nürnberger Protest zurück

Der Protest vom 1. FC Nürnberg gegen die 0:1-Niederlage beim MSV Duisburg wurde vom DFB-Sportgericht mit der Begründung einer Tatsachenentscheidung abgewiesen. Nürnberg hatte einen nicht anerkannten Treffer erzielt.

Den vom 1. FC Nürnberg vorgebrachten Protest gegen die 0:1-Niederlage beim MSV Duisburg am siebten Bundesligaspieltag hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) abgewiesen. Die Nürnberger protestierten auf Grund einer Entscheidung von Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen), der beim Stand von 0:0 einen Treffer von FCN-Profi Markus Daun in der achten Minute nicht anerkannte.

Einzelrichter Hans-Hermann Menzel (Langerwehe), stellvertretender Vorsitzender des DFB-Sportgerichts, begründete die Zurückweisung des Einspruchs wie folgt: "Der Einspruch ist zulässig, in der Sache selbst jedoch nicht begründet. Bei der strittigen Entscheidung des Schiedsrichters handelt es sich zweifelsfrei um eine Tatsachenentscheidung, die unanfechtbar ist. Dies ergibt sich eindeutig aus der Fußballregel fünf, wonach die Entscheidungen des Schiedsrichters über Tatsachen, die mit dem Spiel zusammenhängen, endgültig sind."

"Club" will keinen Einspruch einlegen

Der "Club" verzichtet auf einen Einspruch gegen das Urteil des Sportgerichts. "Wir müssen dieses Urteil akzeptieren. Es war für uns dennoch wichtig, Mannschaft und Fans zu zeigen, dass wir alles tun, um Recht zu bekommen. Wir haben in Duisburg ein einwandfreies Tor erzielt und wollten dies mit unserem Einspruch klarmachen", erklärte Nürnbergs Manager Martin Bader. Ein Nürnberger Protest hätte unabhängig vom Urteil des Sportgerichts wenig Aussichten auf Erfolg gehabt, weil der Weltverband Fifa Tatsachenentscheidungen der Schiedsrichter stets als heilig und nicht durch TV-Bilder zu korrigieren ansieht.

© SID

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