DFB-Team vor EM-Herbst
Löw nominiert Can, ein Trio kehrt zurück

Die DFB-Elf steht vor zwei brisanten EM-Qualifikationsspielen gegen Polen und Schottland. Eine Niederlage kann sich der Weltmeister nicht mehr erlauben. Im Kader stehen drei Rückkehrer und ein Neuling.
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BerlinMit Neuling Emre Can, Torwart Marc-André ter Stegen und einem klaren Versprechen geht Joachim Löw in den brisanten EM-Herbst. „Wir wissen, um was es geht, wir wollen und werden nun einen Gang hochschalten“, erklärte der Bundestrainer im Hinblick auf die wichtigen Qualifikations-Spiele am kommenden Freitag in Frankfurt gegen Polen und drei Tage später in Glasgow gegen Schottland. Eine Niederlage wie beim Hinspiel in Polen (0:2) kann sich der Weltmeister nicht mehr erlauben, wenn die direkte Qualifikation für die Endrunde der Fußball-EM 2016 in Frankreich gelingen soll. „Nicht erst seit dem Spiel in Warschau ist uns bekannt, wie gefährlich dieses Team ist“, warnte der DFB-Chefcoach.

Der 21 Jahre alte Can soll ab Montag, wenn sich die 23 berufenen Spieler in Frankfurt/Main zunächst für einige Marketing-Termine versammeln, erstmals Luft schnuppern im Kreis der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. „Emre hat sich in Liverpool gut entwickelt, er ist variabel, seine Präsenz und Dynamik gefallen uns“, erklärte Löw. Der gebürtige Frankfurter Can, der nach den Stationen Bayern München und Bayer Leverkusen 2014 zum FC Liverpool gekommen war, könnte der 76. Debütant in der Ära Löw werden. Er kann im defensiven Mittelfeld, aber auch als Rechtsverteidiger spielen.

Can gehörte wie die Nationalmannschafts-Rückkehrer ter Stegen, Kevin Volland und Matthias Ginter zur U21-Auswahl des DFB, die im Juni in Tschechien nicht den großen Erwartungen gerecht geworden war. Nun können sich die Talente im A-Team beweisen. „Ich bin überzeugt von der Qualität meiner Mannschaft und dem Charakter jedes einzelnen Spielers“, bemerkte Löw. Eine wichtige Rolle soll Kapitän Bastian Scheinsteiger übernehmen. Der Ex-Münchner kommt erstmals nach seinem Wechsel zu Manchester United zum Nationalteam.

Derzeit liegt Weltmeister Deutschland in der Gruppe D der EM-Ausscheidung mit 13 Punkten hinter Polen (14 Punkte) auf Rang zwei vor Schottland (11) und Irland (9). Die ersten beiden Teams buchen das Direktticket für die EM-Endrunde 2016 in Frankreich, dazu der beste Gruppen-Dritte. „Wir haben es selbst in der Hand, unserem hohen Anspruch gerecht zu werden und die Tabellenführung zu übernehmen“, erklärte Löw. Auf eine Entscheidung erst in den letzten zwei Partien im Oktober in Irland und gegen Georgien will es der 55-Jährige nicht ankommen lassen.

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