Fußball
DFB-Trainerin Neid fordert Sieg gegen die Russen

DFB-Trainerin Silvia Neid will am heutigen Sonntag mit einem Sieg gegen Russland in ihrer Heimatstadt Siegen einen erfolgreichen Start in die WM-Qualifikation feiern."Ein Sieg ist Pflicht", so die 41-Jährige deutlich.

Silvia Neid will knapp drei Wochen nach ihrem gelungenen Einstand als Nationaltrainerin mit einem Sieg im "doppelten" Heimspiel gegen Russland (13.00 Uhr/live in der ARD) vor der eigenen Haustür im Siegener Leimbachstadion in die WM-Qualifikation starten."Ein Sieg ist Pflicht, um gleich ganz vorne dabei zu sein. Es ist immer wichtig, einen guten Start hinzulegen, egal ob bei einem großen Turnier oder einer Quali-Runde", betonte die 41-Jährige, die mit dem TSV Siegen unter anderem sechs Meistertitel gewann und noch immer in der Nähe wohnt.

Obwohl die Bilanz nach den bisherigen elf Vergleichen mit den Russinnen klar für den Welt- und Europameister spricht (neun Siege/ zwei Unentschieden), hat vor allen Dingen Neid Respekt vor der Nummer 13 der Weltrangliste. "Sie haben eine technisch versierte Mannschaft, die sehr unangenehm zu spielen ist", meinte die Ex-Nationalspielerin und findet Bestätigung beim Blick auf die drei Siege der Russinnen in der laufenden Qualifikation.

Während die DFB-Auswahl erst jetzt in die Runde einsteigt, hat der zweimalige WM-Teilnehmer seine bisherigen Gruppenspiele gegen Schottland (6:0), die Schweiz (2:0) sowie Irland (5:1) allesamt klar gewonnen. Nur der Sieger der Gruppe vier löst das Ticket für die WM 2007 in China.

"Spielerinnen machen einen guten und frischen Eindruck"

Dass gleich zum Start der Qualifikation der vermeintlich stärkste Gegner auf ihre Elf wartet, sieht Neid dennoch nicht als Nachteil. "Meine Spielerinnen machen einen guten und frischen Eindruck. Wichtig ist, dass wir das Tempo hoch halten und viel über die Außen kommen", gibt Neid die offensive Marschroute aus.

Besonders gut in Schuss präsentierte sich zuletzt die EM-Torschützenkönigin Inka Grings (Duisburg), die am vergangenen Wochenende in der Bundesliga mit vier Treffern überragte. 14 Wochen nach dem Gewinn des sechsten EM-Titels in England fehlen dem Weltranglisten-Ersten in Siegen in der Frankfurterin Steffi Jones (Kniebeschwerden) und der Potsdamerin Conny Pohlers (Sprunggelenkblessur) allerdings auch zwei wichtige Leistungsträgerinnen.

"Viele Positionen sind bei uns doppelt gut besetzt"

Doch nicht zuletzt die beiden Erfolge gegen Gastgeber Kanada Anfang September (4:3/3:1) beim Einstand von Neid, die nach der EM-Endrunde in England Tina Theune-Meyer abgelöst hatte, haben das große Potenzial der vermeintlichen "Bankspielerinnen" verdeutlicht. "Viele Positionen sind bei uns doppelt gut besetzt. Wir verfügen über viele Akteurinnen, die auf hohem Niveau spielen", betont die DFB-Trainerin und erklärt: "Ausschlaggebend für die Nominierung ist häufig die aktuelle Form."

© SID

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