DFB-Viertelfinale Werder-Fans jubeln - Dortmund kickt Stuttgart raus

Grund zum Jubeln für die Werder-Fans: Bremen gewinnt in Leverkusen und zieht ins Halbfinale um den DFB-Pokal ein. Dortmund erreicht zum dritten mal in Folge das Halbfinale. Stuttgart steht vor dem Pokal-Aus.
Florian Grillitsch (rechts) feiert mit Leon Guwara das dritte Tor seiner Mannschaft gegen Bayer Leverkusen. Quelle: ap
Bremen-Sieg

Florian Grillitsch (rechts) feiert mit Leon Guwara das dritte Tor seiner Mannschaft gegen Bayer Leverkusen.

(Foto: ap)

Leverkusen/StuttgartDie Werder-Profis ließen sich nach dem Abpfiff noch minutenlang von ihren mitgereisten Bremer Fans feiern. Für die abgekämpften und enttäuschten Fußballer von Bayer Leverkusen bleiben die Hanseaten der Pokal-Schreck schlechthin. Der abstiegsbedrohte Bundesliga-16. setzte sich am Dienstag im Viertelfinale des DFB-Pokals in Leverkusen mit 3:1 (2:1) durch und durfte damit den Einzug in die Runde der besten Vier feiern.

„Natürlich sind wir sehr zufrieden nach dem Spiel. Es ist so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben“, sagte Werders überglücklicher Angreifer Claudio Pizarro beim Bezahlsender Sky: „Wir haben gezeigt, dass wir dran sind, jetzt gehen wir weiter im Pokal.“

Nach einem Rückstand durch den Treffer von Javier Hernández in der 22. Minute per Foulelfmeter sorgten Santiago Garcia (31.), Pizarro ebenfalls per Strafstoß (42.) und Florian Grillitsch (82.) aus möglicher Abseitsposition für den Sieg des sechsmaligen Cupgewinners. Für das Foul, das zum 2:1 für Bremen führte, sah Leverkusens Wendell zudem die Rote Karte.

Gänsehaut, Glückslose und Geburtstagswünsche
Glückslos
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Der VfL Bochum hat nicht nur ein Glückslos gezogen, sondern auch eine besondere Aufgabe. Der Zweitligist spielt gegen den FC Bayern München im Viertelfinale des DFB-Pokals. Er tritt damit auch gegen den letzten Vertreter aus Bayern im Wettbewerb an. Der Freistaat war mit stolzen fünf Teams im Achtelfinale dabei.

Unterhaching - Leverkusen
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Nun kann und muss der Rekordchampion wieder sagen, dass er die Landesfahne alleine hochhält. Unterhaching (gegen Leverkusen), Nürnberg (gegen Hertha BSC) und Augsburg (gegen Dortmund) unterlagen alle gegen favorisierte Gegner. Bochum übte schon einmal wie man gegen München gewinnt - allerdings nur gegen 1860.

Geburtstagswunsch
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Mats Hummels hatte in diesem Herbst nicht allzu viele Glücksmomente. Nach dem Pokalsieg mit Borussia Dortmund beim FC Augsburg fühlte sich der Nationalverteidiger mal so richtig prima. „Das war perfekt heute“, sagte Hummels an seinem 27. Geburtstag. Nur mit einem Wunsch zum Jubeltag wurde es nichts.

Nicht limitiert
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Ein Heimspiel im Pokal-Viertelfinale hatte Hummels sich erhofft. Nun muss der BVB in der nächsten Runde zum VfB Stuttgart. Die Dortmunder werden es verschmerzen können. Das erste halbe Jahr unter Thomas Tuchel lief so richtig gut. „Wir haben uns nicht nach oben limitiert“, beschrieb der Trainer seine Philosophie.

Gänsehaut
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Pal Dardai ist ein emotionaler Typ. Er lebt von seiner direkten Art. Das „Gänsehaut“-Geständnis nach dem Pokalerfolg mit seiner Hertha beim 1. FC Nürnberg passt zu dem Ungarn, der dem Hauptstadt-Club wieder ein sympathisches Gesicht gegeben hat. Und witzig sind die Berliner nun plötzlich auch noch.

„noch im Pokal #hahohe“
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„Schon Weihnachten und wir noch im Pokal #hahohe“, stand auf den T-Shirts der Profis. Damit nahmen sich die Berliner selbst auf die Schippe. Denn im Pokal, in dem in jedem Jahr das Finale in der eigenen Stadt lockt, war die Hertha zuletzt notorisch schlecht. In der nächsten Runde geht es aber noch nicht ins Olympiastadion, sondern erstmal nach Heidenheim.

Gabentisch
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Das 3:2 nach Verlängerung gegen Eintracht Braunschweig war zwar der erste Sieg unter Kramny (links), als Qualitätsnachweis aber noch lange nicht genug. „Hinfallen, wieder aufstehen und am Schluss als Sieger vom Platz gehen, das tut gut“, sagte Kramny. Ob das aber auch für einen Vertrag auf dem Gabentisch ausreicht, bleibt abzuwarten.

Die Schuld am Schiedsrichtergespann wollten die Leverkusener aber erst gar nicht suchen. „Daran lag es nicht, wir haben es einfach schlecht gemacht“, meinte Bayers Sportdirektor Rudi Völler. In Unterzahl konnte die Leverkusener Mannschaft, Bundesliga-Fünfter, vor 24 104 Zuschauern die sechste Niederlage gegen Werder im sechsten DFB-Pokal-Duell nicht mehr abwenden. Die Enttäuschung sei riesengroß, meinte Völler. „Wir hatten alle den Traum, ins Pokalfinale zu kommen“, betonte Torwart Bernd Leno. „Wir haben es total vergeigt“, gab Kollege Kevin Kampl zu.

Es war ein verdienter Sieg der Gäste von Trainer Viktor Skripnik, die sich bestens erholt zeigten von der 1:5-Schmach in der Meisterschaft am vergangenen Freitag bei Borussia Mönchengladbach. Konsequent in der Abwehr, gut gestaffelt im Mittelfeld: Viel ließ Werder nicht zu.

Ein Schuss des agilen Karim Bellarabi konnte Werder-Keeper Felix Wiedwald in der elften Minute außerdem problemlos parieren. Die Taktik ging zu Beginn so sehr auf, dass die Gäste selbst zunehmend weiter in die Bayer-Hälfte vordrangen. Den Freistoß von Grillitsch (14.) aus rund 25 Metern hielt Leno aber souverän.

Als die Gäste die Partie ausgeglichen gestalteten, leisteten sie einen folgenschweren Fehler im Spielaufbau. Ein Pass in der eigenen Hälfte von Levin Öztunali landete bei den Leverkusenern und letztlich bei deren Angreifer Stefan Kießling. Der wurde von Alejandro Galvez abgegrätscht, Schiedsrichter Wolfgang Stark entschied auf Elfmeter und Gelb für Galvez. Hernández verwandelte, sein vierter Pokaltreffer, der 24. wettbewerbsübergreifend.

Wieder ein Rückstand für Werder, wie in Gladbach. Diesmal gelang den Bremern aber die Wende. Der in der Meisterschaft zuletzt gesperrte Garcia traf aus Mittelstürmerposition, Pizarro vom Elfmeterpunkt. Wendell hatte Fin Bartels von den Beinen geholt und musste dafür vom Platz.

Mit einem Feldspieler weniger mussten sie nach dem Seitenwechsel umso mehr investieren. Die Gefahr von Kontern wuchs. Kurz nachdem Bartels am glänzend parierenden Leno gescheitert war (55.), wechselte Leverkusens Coach Roger Schmidt: Für den offensichtlich angeschlagenen Torschützen Hernández brachte er allerdings in Kyriakos Papadopoulos einen Abwehrspieler.

Die Bayer-Mannschaft versuchte Statistik und Unterzahl zu trotzen, rannte, kämpfte und gab einfach nicht auf. Bei der besten Chance scheiterte Kampl zehn Minuten vor dem Ende an Wiedwald. Zwei Minuten später zerstörte Werder alle Hoffnungen mit einem Konter, den Grillitsch abschloss. Trotz Reklamation der Leverkusener gab Stark den Treffer. „Natürlich gehört Glück dazu“, meinte Bremens Coach Skripnik: „Heute hatten wir das Glück auf unserer Seite.“

Stuttgarts Siegesserie gerissen - Dortmund erneut im Halbfinale
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