DFL-Geschäftsführer zur TV-Rechteentscheidung
Seifert: „2. Liga muss Kröte schlucken“

Christian Seifert, der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, hat sich am Mittwoch in Frankfurt in einem Gespräch mit dem sid zu der neuen TV-Übertragungs-Situation geäußert.

Frage: "Herr Seifert, was bedeutet der neue Vertrag für die Spielansetzungen?"

Christian Seifert: "Es wird am Freitag ein Bundesligaspiel um 20.30 Uhr geben. Die drei Zweitligaspiele beginnen bereits um 18.00 Uhr. Am Samstag gibt es sechs Spiele der Bundesliga. Sonntags finden fünf Zweitligaspiele um 14.00 Uhr statt, die beiden Bundesligaspiele fangen um 17.00 Uhr an. Zudem bleibt das Montagsspiel der 2. Liga bestehen."

sid: "Haben sich darüber nicht einige Zweitligisten beschwert?"

Seifert: "Wir wissen, dass das eine Kröte ist, die die 2. Liga die schlucken hatte. Wir sehen es aber als den Beitrag der 2. Liga zum Vertragsabschluss."

sid: "Könnten Sie vielleicht kurz schildern, wer hinter dem neuen Rechte-Inhaber Arena steckt?"

Seifert: "Arena ist eine hundertprozentige Tochter der Unity Media."

sid: "Welche Folgen hat der abgeschlossene Vertrag für den Fußball-Fan?"

Seifert: "Uns war es wichtig, dass jeder Fan in der Lage ist, Live-Fußball zu sehen. Es ist nun sichergestellt, dass weiterhin alle Spiele live und in einer Konferenz verfolgt werden können. Das ist im Übrigen auch eine Auflage der EU. Arena hat deutlich gemacht, dass der Paket-Preis für den Fan 20 Euro nicht überschreiten wird."

sid: "Was bedeutet das nun für die DFL und ihre Sponsoren?"

Seifert: "Es ist weiterhin gewährleistet, dass es ein Miteinander von Pay- und Free-TV gibt. Wir haben im Zuge der Verhandlungen gemerkt, dass bei den Vereinen ein Umdenken stattgefunden hat und dass das Sponsoring sehr wichtig ist. Daher ist es enorm wichtig, dass die Bundesliga auch weiterhin in der Sportschau zu sehen ist. Wir konnten mit der ARD, dem ZDF, dem DSF und der Telekom vier unser fünf Partner behalten. Zudem haben wir mit dem Kabelnetzbetreiber und betandwin zwei neue Partner gewonnen."

sid: "In welcher Form ist betandwin eingebunden?"

Seifert: "Betandwin verfügt über die Auslandsrechte. Durch den Spieltermin am Freitag ist die Vermarktung unseres Produktes weiter aufgewertet worden. Wir wollen das Ausland aktiv erschließen, und wenn wir Freitagabend spielen sind wir zu diesem Termin die einzige Topliga in Europa."

sid: "Und was sagen Sie zu Premiere? "

Seifert: "Ich bedaure, einen Premium-Partner wie Premiere nicht mehr im Boot zu haben. Wir hätten gerne mit Premiere weiter gearbeitet, aber jeder Bieter hat seine eigenen Entscheidungen zu treffen."

sid: "Wie wird die Zusammenarbeit mit Arena künftig aussehen? "

Seifert: "Wir werden es der Firma überlassen, mit welchen Sendern sie zusammenarbeitet. Wir werden diesen Prozess allerdings sehr eng begleiten, aber nicht beratend zur Seite stehen, sondern kontrollierend. Das ist das Recht der DFL."

© SID

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