DFL stellt Jahresbilanz vor: Warum die Bundesliga noch teurer wird

DFL stellt Jahresbilanz vor
Warum die Bundesliga noch teurer wird

Der deutsche Profifußball liefert ein Rekordjahr nach dem anderen. Auch 2014/15 war das so. Doch das reicht nicht. Die Liga braucht in den nächsten zehn Jahren doppelt so viel Geld wie bisher – glaubt der Verband DFL.

KölnDie meisten Tore pro Spiel, die meisten Zuschauer weltweit und der elfte Umsatzrekord in Folge: Das ist die Bilanz der Fußball-Bundesliga-Saison 2014/15. Zum ersten Mal haben die 18 Vereine der ersten Liga mehr als 2,5 Milliarden Euro umgesetzt, stellte der Geschäftsführer des Ligaverbandes DFL, Christian Seifert, in Köln fest. In den vergangenen zehn Jahren hat sich damit der Umsatz verdoppelt – auf 2,62 Milliarden Euro. Dennoch ist das viel zu wenig, um international konkurrenzfähig zu bleiben.

Wenn die Bundesliga auch 2025 noch zu den drei Top-Ligen in Europa gehören will, dann müssen die 18 Klubs ihren Umsatz in den nächsten zehn Jahren erneut mindestens verdoppeln – auf 5,5 bis sechs Milliarden Euro, stellte Seifert fest. Wie das gelingen soll, wollte er nicht sagen. Zunächst ist seine Absicht nur, die Liga zu sensibilisieren. Die Vereine sollen darüber nachdenken, was sie wo tun können.

Dabei ist für den Strategen des Ligaverbandes klar, dass dieser Umsatzsprung allein über höhere TV-Einnahmen nicht gelingen kann. „Es reicht nicht, alle paar Jahre zum Fernsehsender Sky zu sagen: Es muss etwas mehr sein“, sagte Seifert.

„Wir müssen in allen Einnahmekategorien langfristig nach vorne denken“, lautet sein Credo. Was bedeutet dies? Alle Beteiligten – Fans, Unternehmen, Medienhäuser – müssen tiefer in den Geldbeutel greifen. Dies betrifft vor allem fünf Bereiche. Die beiden wichtigsten sind die Einnahmen im Stadion und durch Sponsoren.

1. Die Ticketpreise für Fans müssten sich verdoppeln.

Durch den Spielbetrieb in den Stadien nimmt die Bundesliga derzeit 520 Millionen Euro pro Saison ein. Dies entspricht einem Viertel der Gesamteinnahmen. In zehn Jahren sollte dann durch diesen Bereich mehr als eine Milliarde Euro in die Kassen fließen.

2. Die Anzeigenpreise für Unternehmen sollten enorm hochgehen.

Durch Werbung kassierten die Bundesligisten in der vergangenen Saison 672,7 Millionen Euro. Das sind immerhin gut ein Viertel der Erlöse. Um die ehrgeizigen DFL-Ziele zu erreichen, sollten es in zehn Jahren jedoch rund 1,5 Milliarden Euro sein. Ob die Wirtschaft bereit ist, das zu zahlen? Die Chancen sind gar nicht so schlecht, weil der Fußball in Deutschland die mit Abstand beliebteste Sportart bei Sponsoren ist.

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