"Die beste Weltmeisterschaft"
Bachs WM-Bilanz mit kritischen Zwischentönen

Für Thomas Bach war es "die beste Weltmeisterschaft". Nichtsdestotrotz ließ sich der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb) auch kritische Töne zur WM-Endrunde in Deutschland entlocken.

Nicht ausschließlich Positives konnte Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb), der Fußball-WM in Deutschland abgewinnen. Während Stimmung und Organisation nach Ansicht des IOC-Vize-Präsidenten bestens waren, konnte das spielerische Niveau nicht alle Erwartungen erfüllen.

"Es war eine brillante Organisation und eine hervorragende WM. Es war die beste Weltmeisterschaft", sagte der Sport-Politiker dem Info-Radio des RBB. Es habe besondere Momente gegeben, so wie in den Minuten nach der Halbfinal-Niederlage in Dortmund gegen Italien, "als kaum ein Zuschauer das Stadion verließ und die Mannschaft noch eine Viertelstunde gefeiert wurde. Das war großartig."

Auf der anderen Seite müsse man aber sagen, dass das spielerische Niveau der WM nicht dem organisatorischen entsprochen hat. In spielerischer Hinsicht sei es nicht die beste Weltmeisterschaft gewesen, betonte Bach.

Als einen positiven Aspekt bezeichnete der Sport-Funktionär die Resonanz außerhalb von Deutschland. "Ich war während der Weltmeisterschaft mehrfach im Ausland und bin dort mit einem Echo konfrontiert worden, das unglaublich ist. Die Organisation hat uns jeder zugestraut. Das wird als selbstverständlich hingenommen. Aber diese Leichtigkeit, diese Partystimmung, ist im Ausland auf geradezu ungläubiges Staunen gestoßen."

"Akzentverschiebung hilfreich"

Das Finanzierungskonzept der Fifa sei schlüssig gewesen. "Ich habe jedoch den Eindruck, dass manchmal in vorauseilendem Gehorsam gegenüber den Sponsoren das eine oder andere doch übertrieben worden ist." Als Beispiel nannte er, dass verlangt worden sei, Bilder von vergangenen Weltmeisterschaften zu retuschieren, weil dort andere Sponsoren zu sehen waren. "Das ist ein Beispiel dafür, dass man entschieden zu weit gegangen ist."

Generell sei die Fifa gut beraten, wenn wie das IOC mehr Rechte dem jeweiligen lokalen Organisationskomitee überlässt, um damit die jeweilige nationale Kultur, die nationale Wirtschaft, miteinzubeziehen und besser zur Geltung kommen zu lassen. Bach: "Hier wäre eine Akzentverschiebung für die Fifa sicherlich hilfreich. "

© SID

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