Die deutschen Angreifer treffen wieder
Stürmersegen unter Klinsmann

Endlich scheint die unselige Stürmerflaute in der National-Elf beendet. Inzwischen hat der Bundestrainer wieder die „Qual der Wahl“ im Angriff. Ein Luxusproblem, das sich Jürgen Klinsmann mit seiner mutigen Personalpolitik erarbeiten musste.

HB HERZOGENAURACH. Vor einem Jahr bei der Europameisterschaft in Portugal waren sie noch die großen Versager, beim Confederations Cup schimpft niemand mehr über die deutschen Stürmer. Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat mit seinem konsequenten Offensivstil und einer mutigen Personalpolitik aus den Prügelknaben der Fußball-Nation wieder Hoffnungsträger für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr gemacht. "Wir haben einige gute Stürmer", sagte der Bundestrainer.

Zwei Drittel der 36 Treffer in den 14 Länderspielen unter Klinsmann gehen auf das Konto der Angreifer - eine beachtliche Quote. "Wir spielen jetzt ganz anders als unter Rudi Völler. Wir spielen schnell nach vorne. Natürlich profitieren die Stürmer besonders davon", sagte Kevin Kuranyi am Donnerstag. Der 23-jährige Stuttgarter hat sich mit 10 Toren unter Klinsmann fast schon zum Torgaranten entwickelt. Team-Jüngling Lukas Podolski (5 Tore) ist der gefeierte Shootingstar und Publikumsliebling. Neuerdings trifft auch noch der Schalker Gerald Asamoah (3). Vereinskollege Mike Hanke (1) erzielte beim Confed-Cup sein erstes Länderspieltor. Nur der Wolfsburger Thomas Brdaric (1) wartet bei der Mini-WM noch auf einen Einsatz und ein Erfolgserlebnis. Miroslav Klose (4), der die 24 Stürmer-Tore komplettiert, fehlt wegen einer Knieverletzung.

Als der 27-Jährige vor Beginn des Confed-Cups operiert werden musste, reagierte selbst Klinsmann im ersten Moment skeptisch. "Miro war bei uns im Angriff gesetzt." Beim Turnier wird der erfolgreichste aktuelle Nationalstürmer (20 Treffer) aber nicht vermisst: Der 20- jährige Podolski sprang prächtig in die Bresche. Plötzlich kann Klinsmann im Sturm sogar zwischen drei starken Pärchen wählen: Gegen Australien (4:3) ließ er Kuranyi und Podolski stürmen - und beide trafen. Beim 3:0 gegen Tunesien begann Podolski an der Seite von Asamoah - das obligatorische Angreifer-Tor machte der eingewechselte Hanke. Beim 2:2 gegen Argentinien vertraute Klinsmann auf die Doppelspitze Kuranyi/Asamoah, auf deren Konto beide Tore gingen. "Wir sind zwar Konkurrenten, aber das merkt man eigentlich gar nicht. Wir verstehen uns sehr gut", sagte Asamoah zum Betriebsklima in der Abteilung Attacke.

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