Die Evangelische Kirche fordert mehr öffentliches Bewußtsein für Menschenrechtsverletzungen
Anstieg der Zwangsprostitution zur WM erwartet

Während der Fußballweltmeisterschaft werden nach Einschätzung der EKD rund 40 000 Frauen aus dem Ausland zur Prostitution gezwungen werden. Der Rat der Kirche will bei DFB und Fifa ein Problembewusstsein schaffen.

HB BERLIN. Rund 40 000 Zwangsprostituierte werden nach Einschätzung der Evangelischen Kirche extra zur Fußballweltmeisterschaft 2006 nach Deutschland gebracht. Die Zahl der Prostituierten insgesamt, die dann nach Deutschland kämen, sei noch wesentlich höher, sagte die Pröpstin Helga Trösken aus Frankfurt am Main am Donnerstag auf der EKD-Synode in Berlin. Das Kirchenparlament verabschiedete einstimmig einen Antrag, in dem es für Kampagnen gegen Zwangsprostitution während der WM eintritt.

Die Synode beauftragte den Rat der EKD, das Problem beim Deutschen Fußball-Bund und beim Organisationskomitee FIFA deutlich zu machen. Das öffentliche Bewusstsein für diese Menschenrechtsverletzungen müsse gestärkt werden, heißt es in dem Beschluss.

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