Die halbe Liga bangt
„Knaller-Duell“ in München

Vier Mannschaften haben noch Chancen auf die deutsche Meisterschaft, weitere vier Teams streiten um die Uefa-Cup-Plätze und sogar zehn Clubs kämpfen um die Existenz in der Eliteklasse. Die Fußball-Bundesliga ist zehn Spieltage vor Saisonende spannend wie seit Jahren nicht mehr. Höhepunkt des 25. Spieltages ist das „Knaller-Duell“ zwischen dem deutschen Rekordmeister Bayern München und dem Tabellenzweiten Werder Bremen.

dpa DÜSSELDORF. „Wenn wir Bremen schlagen, ist wieder Vieles möglich“, sagte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld vor dem Spitzenspiel, das weltweit für Aufsehen sorgt und in 95 Ländern live übertragen wird. Noch vor knapp drei Wochen lagen die Bayern im Titelrennen scheinbar aussichtslos mit zwölf Punkten Rückstand auf Tabellenführer Schalke 04 zurück. Nach zwei Heimniederlagen der Schalker in Serie sehen die Münchner nun die Chance, sich mit einem Sieg gegen Bremen endgültig wieder im Titelkampf zurück zu melden. „Wir wissen, dass nach den zwei Schalker Niederlagen wieder Licht im Tunnel ist“, sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge.

Der Tabellenvierte aus München strotzt nach dem 2:1 in der Champions-League gegen den internationalen Erzrivalen Real Madrid vor Selbstbewusstsein, doch Werder imponiert dies wenig. „Wir wissen das sportlich richtig einzuschätzen. Real ist kein Team mehr, vor dem man in die Knie gehen muss. Das war keine Weltklasse-Leistung“, sagte Bremens Manager Klaus Allofs. Seine Mannschaft geht mit nicht minder breiter Brust in das Spitzenspiel. „In meinen Augen haben wir einfach die bessere Mannschaft“, sagte Werder-Keeper Tim Wiese.

Spitzenreiter Schalke muss sich nach den vergangenen Heimspielpleiten gegen Leverkusen (0:1) und Hamburg (0:2) erst wieder Selbstvertrauen erarbeiten. Der Vizemeister von 2001 tritt am Wohnort seines Trainers Mirko Slomka bei Hannover 96 an. An alter Wirkungsstätte könnte auch Nationalspieler Gerald Asamoah nach knapp sechsmonatiger Verletzungspause (Schien- und Wadenbeinbruch) sein Comeback geben. Slomka überlegt, Asamoah angesichts der vielen Verletzten nach nur vier Tagen im Mannschaftstraining in den Kader zu berufen. Der VfB Stuttgart will sich im Meisterschaftskampf durch nichts irritieren lassen. „Wir konzentrieren uns nur auf unser Spiel“, sagte Trainer Armin Veh vor der Aufgabe gegen den VfL Wolfsburg.

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