Die meisten Teams gehen beim Training auf Tauchstation
Fans bleiben außen vor

Bei den teilnehmenden Mannschaften des Confoderations-Cups steht in diesen Wochen eine ungewöhnliche Sportart ganz hoch im Kurs: Verstecken spielen! Denn die meisten Übungseinheiten finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt - die Fans bleiben außen vor.

HB FRANKFURT/MAIN. An den Türen zu den Trainingsplätzen drücken sich die Anhänger oft umsonst die Nase platt. Ein Blick auf ihre Stars wird ihnen nur selten gewährt. Sogar Gastgeber Deutschland zieht bislang die Übungseinheiten vor verschlossenen Toren und bewacht von Sicherheitskräften und Polizei vor. Die Spieler von Nationalcoach Jürgen Klinsmann dürfen sich aber in ihrer Freizeit auch zur Freude ihrer Fans frei bewegen.

Fast täglich begeistert unterdessen Weltmeister Brasilien mit einem öffentlichen Training seine Anhänger. 12 000 Zuschauer waren es bei der ersten Übungseinheit von Ronaldinho & Co in der BayArena. "Wir möchten uns ganz herzlich für diese tolle Atmosphäre bedanken", sagte Selecao-Kapitän Roque Junior bei seinem "Heimtraining" in Leverkusen. Trompeten und Trommeln sorgen dort, wo die in gelb-blau gekleideten Anhänger auftauchen für südamerikanischen Flair. Und die Mannschaft dankt es ihnen. Bereitwillig geben die Superstars vom Zuckerhut Autogramme. In Leipzig verabschiedete sich Weltfußballer Ronaldinho in einer ergreifenden Szene von einer 18 Jahre alten, taubstummen Hotelköchin.

Völlig abschotten lässt sich Deutschlands letzter Vorrundengegner Argentinien. In Nürnberg huschten die Gauchos durch einen Hinterausgang vom Hotel auf den Trainingsplatz Am Valzner Weiher, der zudem mit Sichtschutzwänden umgeben ist. Übrigens zum Unverständnis der Australier, die phasenweise auf dem selbem Spielfeld trainierten. Etwas überraschend kommen auch die Japaner recht entspannt daher. Und wo die Kicker des Asienmeisters auftauchen, sind auch laut kreischende Japanerinnen nicht fern.

Während Überraschungs-Mannschaft Mexiko und Afrika-Meister Tunesien weitgehend auf Tauchstation gehen, gewährte "König Otto" dem gemeinen Fanvolk immerhin zwei Mal Zugang zum Training des Europameisters aus Griechenland. Allerdings hielt sich die Nachfrage in Grenzen. In Leipzig pilgerten noch rund 500 Anhänger, zumeist gehüllt in die blau-weiß gestreifte Nationalflagge, zum Training der Rehhagel-Schützlinge. In Frankfurt waren es nach dem vorzeitigen Aus nur noch 30 Fans.

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