Die Pressestimmen zu den WM-Partien am 15. Juni
„Gütiger Gott! Es war zum Nägelkauen“

Nach den drei WM-Begegnungen am Donnerstag hat der Sport-Informations-Dienst (sid) die Reaktionen der internationalen Presse zusammengestellt. Besonders der englische Zittersieg sorgte für Schlagzeilen.

Die englische Presse hat den 2:0-Zittersieg gegen Trinidad und Tobago mit Erleichterung aufgenommen, spart aber trotz der Achtelfinal-Qualifikation nicht mit Kritik. "Gütiger Gott! Es war zum Nägelkauen!", schrieb The Sun. "Kopfloses England gräbt sich gerade noch aus", kommentierte The Guardian.

Die internationalen Pressestimmen in der Übersicht:

Ecuador - Costa Rica (3:0)

Ecuador:

Expreso Online: "Ecuador singt, springt und tanzt "Si se puede" (Ja, wir können es)."

El Diario online: "Wenn es ein Traum ist, dann weckt uns nicht, wenn es Realität ist, dann lasst uns nicht schlafen."

Costa Rica:

La Nacion: "Die schlechteste Mannschaft, die Costa Rica bisher bei einer WM vertreten hat, verliert 0:3 gegen Ecuador und verpasst den Einzug ins Achtelfinale. Die Ticos können keine Akzente setzen, sie waren nicht mehr als bloße Teilnehmer."

Tico Times: "Die Quote bei den Buchmachern für den WM-Titel stand bei 1 500:1. Wir bekommen keine Chance, diese Prognose zu widerlegen. Einer starken Leistung gegen Deutschland folgte ein schwaches Spiel gegen Ecuador."

England - Trinidad und Tobago (2:0)

England

The Sun: "Gütiger Gott! Es war zum Nägelkauen! Wir sind durch in Runde zwei und Rooney ist auch wieder in Ordnung. Rooney zurück mit einem Kuss, als das Liverpooler Duo Sven rettete. Peter Crouch und Steven Gerrard ersparten England eine Blamage. Das Spiel wandelte sich sofort, als Rooney nach 58 Minuten aufs Feld kam. Das Resultat sollte aber nicht über die weitgehend erbärmliche Vorstellung hinwegtäuschen."

The Guardian: "Kopfloses England gräbt sich gerade noch aus! Späte Tore von Peter Crouch und Steven Gerrard retten glanzloses England. Nach Rooneys Einwechslung konnte England die Unbeweglichkeit abschütteln. Rooney mag unser Talisman sein, doch er ist auch ein Stürmer, der ermattet ist von sieben Wochen Pause. Wenn es nicht eine schnelle Wandlung gibt, wird England eine Katastrophe nicht vermeiden können."

Daily Mail: "Sven musste zittern, ehe Crouch und Gerrard Englands Position als schlechtestes WM-Team mit zwei Siegen festigte. Die Ärzte, die sich um Wayne Rooney gekümmert haben, sollten sich jetzt auch um den Kopf von Eriksson kümmern. Denn gestern sah er aus, als wäre er von Frankensteins Monstern besessen. Beckham war sicher nicht begeistert, als er rechter Verteidiger spielen musste."

The Mirror: "Beruhigt euch, liebe Engländer. Unser Glas ist nicht halbleer, es ist halbvoll. Wir sind im Achtelfinale. Und wir haben Rooney zurück, der mit seiner bloßen Anwesenheit dem englischen Spiel frischen Schub gegeben hat. Wir müssen uns steigern, aber wir sind weiter dabei."

Trinidad und Tobago:

Trinidad-Express: "Am Boden, aber noch nicht ausgeschieden. Beckham bricht uns mit seinem Freistoß kurz vor Schluss das Herz. Wir waren sieben Minuten entfernt von einem historischen Triumph. Am Ende haben 420 Sekunden den Unterschied zwischen England und Trinidad und Tobago ausgemacht. Ein Sieg gegen Paraguay kann uns immer noch das Achtelfinale bescheren. Aber auch, wenn wir Deutschland verlassen müssen, kehren wir erhobenen Hauptes zurück in die Heimat."

The Guardian: "Alle bejubeln die Warriors. In der Heimat feiern die Menschen auf den Straßen. Mit einem Sieg gegen Paraguay ist der Einzug ins Achtelfinale trotz der bitteren Niederlage noch möglich. Selbst Beckham hatte am Ende Angst, dass die "Three Lions" nicht mehr treffen würden. Doch dann kam sein Freistoß ..."

Schweden - Paraguay (1:0)

Schweden:

Svenska Dagbladet: "Endlich siegt Schweden. Nach 178 Minuten Sturmflaute macht Ljungberg das erste Tor für Tre Kronor. Und das mit dem Kopf! 50 000 Schweden sorgen in Berlin für eine grandiose Stimmung."

Dagens Nyheter: "Eine Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit bricht unter größtenteils schwedischen Anhängern im Berliner Olympiastadion unglaublicher Jubel aus. Dieses Tor könnte Schweden ins Achtelfinale bringen."

Paraguay:

Ultima Hora: "Ausscheiden, ein Wort, das uns großen Schmerz verursacht. Es war so viel erwartet worden, alle haben auf das Viertelfinale gehofft. Paraguay verlässt die WM aufgrund seiner schwachen Offensive."

Neike: "Paraguay wird rausgeworfen, ohne ein einziges Tor erzielt zu haben. Ein ehrloser Abgang voller Schmerzen nach einem furchtbaren Auftritt. Die Albirroya hat auf der ganzen Linie enttäuscht."

© SID

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