Die roten Bullen
Partynacht für Leipzigs Fußballer

Sieben Jahre nach der Vereinsgründung am 19. Mai 2009 hat RB Leipzig den Bundesliga-Aufstieg geschafft. Spätestens in neun Jahren will Mäzen Dietrich Mateschitz die Meisterschale in der Hand halten.
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LeipzigMit einem Höhenfeuerwerk an der Red Bull Arena haben RB Leipzig und seine Fans den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga gefeiert. Nach einem Abendessen im Mannschaftskreis in der clubeigenen Trainingsakademie am Cottaweg, zu der die Spieler nach dem gemeisterten Aufstieg in einem offenen Doppelstock-Oldtimerbus fuhren, zogen die Spieler um Kapitän Dominik Kaiser zur Party in eine Leipziger Disco weiter. „Unser Physiotherapeut lässt sich da genug verrückte Sachen einfallen”, meinte der 27-jährige Kaiser.

Während das Team in der Nacht zum Montag abgeschottet in einer Szene-Diskothek feierte, erstrahlte der Leipziger Uni-Riese in den Farben rot-weiß und mit dem Logo der Aufstiegsshirts: „Wir sind E1NS”. Die große Aufstiegsfeier auf dem Leipziger Marktplatz inklusive Auftritt auf dem Balkon des Alten Rathauses ist für Pfingstmontag (14.30 Uhr) geplant.

Routinier Marvin Compper sieht das RB-Team auch in der kommenden Bundesliga-Saison weiter auf dem Weg nach oben. „Es zeigt einfach, was das hier in Leipzig für ein schlafender Riese war. Den haben wir jetzt geweckt”, sagte der Verteidiger.

RB Leipzig steht nach dem SC Freiburg als zweiter Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga fest. Die Sachsen gewannen am vorletzten Spieltag der 2. Bundesliga 2:0 (0:0) gegen den Karlsruher SC und machten mit 67 Punkten den erstmaligen Sprung ins Oberhaus perfekt.

Vor 42.559 Zuschauern in der seit Wochen ausverkauften Red Bull Arena machten Emil Forsberg (52.) und Marcel Halstenberg (86.) den Coup für den ambitionierten Club perfekt. Damit sind die erst 2009 gegründeten „Roten Bullen“ das 55. Mitglied in der Bundesliga.

Das siebte Jahr nach der Vereinsgründung ist für RB Leipzig auch dank Rangnick zum Glücksfall geworden. Nach dem Schlusspfiff feierte der Aufstiegs-Coach und Sportdirektor zunächst noch mit seinen Mannen mit großen Bier-Humpen auf dem Rasen, ehe er sich auf kuriose Weise verletzte und in ärztliche Behandlung begeben musste.

Mit dem Aufstieg ist auch der Wunsch von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz, bis zu seinem 80. Geburtstag die Meisterschale in der Hand zu halten, weiter realistisch. Bis dahin hätte der ambitionierte Verein noch neun Jahre Zeit.

Doch Konsolidierungsphasen sind laut RB-Vorstandsvorsitzenden Oliver Mintzlaff nicht die Philosophie des Vereins. „Sobald feststeht, in welcher Liga wir spielen, fängt Ralf Rangnick an, die nächste Saison zu planen. Damit beginnt er fünf Stunden nach dem Aufstieg oder direkt am nächsten Tag - so kenne ich ihn“, meinte Mintzlaff in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

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