„Die Sperre ist eine Ungerechtigkeit“
Lazios Kapitän macht auf Opfer

dpa ROM. Der Kapitän des Erstligisten Lazio Rom, Paolo Di Canio, ist nach seinem Faschistengruß auf dem Spielfeld vom italienischen Fußballverband für eine Partie gesperrt worden. Außerdem wurde er zu einer Geldstrafe von 10 000 Euro verurteilt.

Zusätzlich wurde seinem Verein Lazio eine Buße von ebenfalls 10 000 Euro auferlegt, berichteten italienische Medien. Der 37-Jährige Stürmer hatte vor einer Woche beim Lazio-Gastspiel in Livorno (1:2) mit dem ausgestreckten rechten Arm - dem von den Faschisten benutzten so genannten „Saluto Romano“ (Römischen Gruß) - provoziert.

Wegen ähnlicher Gesten im Derby gegen den Club AS Rom war er bereits im Januar zu eine Geldstrafe von 10 000 Euro verurteilt worden. Am Wochenende sorgte er jetzt erneut beim Spiel gegen Juventus Turin für Aufsehen, als er sich im römischen Olympiastadion zum wiederholten Mal von seinen Fans mit dem römischen Gruß verabschiedete.

Der italienische Fußballverband sowie der Weltverband Fifa hatten bereits Ermittlungen gegen Di Canio wegen rechtsextremistischer Äußerungen aufgenommen. „Ich bin bestürzt. Die Sperre, die sie mir auferlegt haben, ist eine Ungerechtigkeit, aber vor allem ein politisches Urteil“, sagte Di Canio. Er will sich durch die Strafe nicht beeinflussen lassen: „Ich werde auch weiter so grüßen. Dann werden sie mich nach jedem Spiel verurteilen müssen.“

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