Die Spielorte im Porträt: Kaiserslautern
Barbarossa-Stadt am Rand des Pfälzer Waldes

Kaiserslautern ist der - in Sachen Einwohnerzahl - kleinste aller WM-Austragungsorte in Deutschland. Gerade einmal 100 000 Menschen zählt die Stadt in der Pfalz. In Sachen Fußballbegeisterung macht den „Roten Teufeln“ im nationalen Vergleich allerdings so schnell niemand etwas vor.

HB KAISERSLAUTERN. Mitten im Pfälzer Wald gelegen, einem der größten Waldgebiete Deutschlands, ist Kaiserslautern eine Stadt mit einer langen Geschichte. Die historischen Ursprünge liegen vermutlich im 4. Jahrhundert nach Christus, urkundlich datiert der früheste Hinweis auf die Existenz der Stadt um 830 als Königshof Lutra. Die Verleihung des Marktrechts durch Kaiser Otto III. im Jahr 985 und der Bau einer Kurpfalz im Jahr 1152 durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa, der während seiner Regentschaft mehrfach in Kaiserslautern weilte, trugen dann entscheidend zur Entwicklung des Dorfes Lutra bei.

Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wurde die Stadt wieder deutsch und mit der linksrheinischen Kurpfalz bayerisch. Im Revolutionsjahr 1849 wurde dann die Unabhängigkeit der Pfalz von Bayern proklamiert. Mit dem Anschluss der Stadt an das Eisenbahnnetz hielt um 1850 die Industrialisierung Einzug in Kaiserslautern und der Aufstieg zu einem Zentrum der Textil-, Eisenhütten- und Maschinenbauindustrie begann. Heute zählt die Stadt etwa 100 000 Einwohner.

Der Strukturwandel von der Industrie- zur Dienstleistungswirtschaft hat die einst prosperierende Stadt einer noch immer andauernden Bewährungsprobe ausgesetzt. Einst blühende Unternehmen wie der Autobauer Opel, der in Kaiserslautern ein Motorenwerk hat, oder der Nähmaschinenhersteller Pfaff sind heute Sanierungsfälle. Neue Hoffnung schöpfte die Stadt in den vergangenen Jahren als Standort für Software- und Hochtechnologie-Unternehmen.

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