Die Teams im Portrait
Deutschland: Der Druck ist groß

Die Erwartungshaltung in der Öffentlichkeit ist immens. Schon allein deshalb ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beim Confederations-Cup zum Erfolg verdammt. Ein Desaster wie beim letzten Auftritt im Jahr 1999 darf sich nicht wiederholen.

HB DÜSSELDORF. Unter dem damaligen Teamchef Erich Ribbeck war die DFB-Auswahl bereits in der Vorrunde kläglich gescheitert. Gleiches soll sich sechs Jahre später nicht wiederholen. Nicht nur, dass der „Confed Cup“ im eigenen Land stattfindet - für Bundestrainer Jürgen Klinsmann ist das Turnier mit acht Mannschaften vor allem „die Generalprobe und der einzige echte Test unter Wettkampfbedingungen“ für die Weltmeisterschaft 2006 (9. Juni bis 9. Juli).

„Für uns ist der sportliche Stellenwert viel höher als für alle anderen Mannschaft, weil wir keine Qualifikationsspiele haben“, verdeutlichte der 40-Jährige, der den Testlauf außerdem „gewinnen “möchte. Auch für WM-OK-Chef Franz Beckenbauer ist „das Festival der Meister“ deshalb eine „wichtige Standortbestimmung“. Entsprechend nimmt Klinsmann sein Team vor den Vorrunden-Spielen gegen Australien (15. Juni), Tunesien (18. Juni) und Argentinien (21. Juni) auch in die Pflicht.

Es „ist keine Frage, dass wir eine starke Rolle spielen und mindestens das Halbfinale erreichen wollen“, sagte der Bundestrainer, der mit Blick auf die WM sehen will, „wie die Mannschaft den Turnierrhythmus findet“. Als Anreiz hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) 60.000 Euro Prämie pro Spieler für den Sieg beim Konföderationen-Pokal ausgelobt, für das Erreichen des Finales gibt es 20.000 Euro, für das Halbfinale 10.000 Euro

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Viel wichtiger als das Geld ist für die Spieler jedoch, sich mit einer guten Leistung für das 23-köpfige WM-Aufgebot des dreimaligen Welt- und Europameisters zu empfehlen. Klinsmann schürt bewusst den Konkurrenzkampf. 37 Spieler gehören derzeit dem erweiterten WM-Kader an. Auch eine Nominierung für den „Confed Cup“ sei keine Garantie für ein WM-Ticket, so der Bundestrainer: „Dies ist nur eine Momentaufnahme.“ Es gebe zwar ein Grundgerüst, „aber die Tür bleibt für alle offen, jeder kann noch auf den WM-Zug aufspringen“, verdeutlichte der Nachfoler von Rudi Völler, der seinen eingeschlagenen Kurs auch beim Konföderationen-Pokal fortsetzen will.

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