Die Teams im Portrait
Griechenland: EM-Helden im Lernprozess

Ein Jahr nach dem „Wunder von Lissabon“ sind Erfolgscoach Otto Rehhagel und seine griechischen EM-Helden wieder heiß auf Erfolge. Die Hellas-Elf muss beim Confederations-Cup beweisen, dass der EM-Sieg kein Zufallsprodukt war.

HB DÜSSELDORF. „Der Confederations-Pokal ist ein wichtiger Meilenstein. Wir brennen auf die Spiele in Deutschland“, kündigt „König Otto“ beim Gastspiel in seiner Heimat (15. bis 29. Juni) neue Großtaten seiner „Fußball-Götter“ an. Selbstbewusstsein ist Trumpf im Land des Europameisters, seit dem 4. Juli 2004 ist nichts mehr wie es einmal war. Rehhagel und seine Spieler genießen in Hellas Heldenstatus. Ein Land feiert und leidet mit der Nationalmannschaft, die jahrzehntelang als Spielball der rivalisierenden Großklubs (Olympiakos Piräus, Panathinaikos und AEK Athen) zur Bedeutungslosigkeit verurteilt war.

Möglich machte diesen Sinneswandel Erfolgscoach Rehhagel. Seit dem Amtsantritt des früheren Meistertrainers (Werder Bremen und 1. FC Kaiserslautern) am 9. August 2001 ticken die Uhren in Griechenland anders. Rehhagel brachte langjährige Erzfeinde unter einen Hut, vermittelte den Südeuropäern Disziplin und Ordnung und verpasste einer Mannschaft ohne herausragende Stars ein erfolgreiches 4-4-2-System mit einer Defensivtaktik.

Nach einem holprigen Start (1:5 zum Auftakt in Finnland) stellte sich schnell der Erfolg ein. Die Griechen schafften die zweite EM-Teilnahme nach 1980, das Ende ist bekannt. Die Spieler wissen dabei, was sie an Rehhagel haben. „Wenn er es will, laufen wir auch rückwärts“, sagte Traianos Dellas über den Coach, der zudem mit Co-Trainer und Dolmetscher Jannis Topalidis perfekt harmoniert.

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